DS Automobiles frischt sein erstes eigenes Modell auf. Design-Retuschen und das neue Infotainment machen aus dem SUV DS 7 Crossback den DS 7.
Als DS Automobiles 2018 sein erstes eigenständiges Modell vorstellte, das niemals den Citroen-Doppelwinkel trug, setzten die Franzosen auf das trendige SUV-Segment. DS 7 Crossback lautete der Name des Neuen, der ab sofort in überarbeiteter Form bestellbar ist. Mit dem Facelift hielten nicht nur optische Anpassungen, ein neues Infotainmentsystem und ein neuer Spitzenmotor Einzug in das Kompakt-SUV. Auch der Name wurde vereinfacht: aus DS 7 Crossback wird schlicht und ergreifend DS 7.
Das Design ihres größten SUVs haben die Franzosen zwar nur marginal verändert, damit aber deutlich gestrafft. Die schärfer gezeichnete Frontpartie mit dem Grill im Stile des DS 4 und Tagfahrleuchten mit augenscheinlich vier vertikalen Leuchtelementen sowie die neue Heckklappe mit markanteren Sicken lassen den DS 7 deutlich prägnanter dastehen. 19 bis 21 Zoll große Räder unterstreichen diesen Eindruck, nur der Diesel steht serienmäßig auf 18-Zöllern. Mit 4,59 Metern ist der DS 7 jetzt zwei Zentimeter länger, Breite und Höhe des SUVs wuchsen mit dem Facelift um jeweils einen Zentimeter.
Innen begrüßt ein 12-Zoll-Touchscreen des jetzt mit der – aus dem DS 4 bekannten – Iris-Spracherkennung ausgerüsteten Infotainmentsystems die DS-7-Passagiere. Jetzt immer mit an Bord des Premium-SUVs sind außerdem die 12,3-Zoll-Digitalinstrumente, die vor dem Facelift den höheren Versionen des DS 7 vorbehalten waren. Apple Carplay und Android Auto arbeiten nun kabellos, außerdem gibt es – ebenfalls wie im DS 4 – frei individualisierbar Widgets für die Fahrzeugbedienung. Das Platzangebot hat sich nicht verändert, auch der Kofferraum des fünfsitzigen SUVs fasst im Standardformat unverändert 555 Liter Gepäck. Generell betont DS auch für den überarbeiteten DS 7 das Innenraum-Design mit Perlstich-Ziernähten, Polsterung im Armbanduhren-Look oder der Uhr aus der Manufaktur B.R.M Chronographes.
Kommen wir zu den Motoren. Drei Plug-in-Hybride und ein Diesel stehen jetzt für den DS 7 zur Wahl, den 181-PS-Benziner ohne Hybrid-Unterstützung strich DS mit dem Facelift aus dem Programm seines größten SUVs. Der bekannte Diesel leistet weiterhin 130 PS, die Systemleistung der Plug-in-Hybride beträgt 225, 300 oder – jetzt neu – 360 PS. Eine Achtgang-Automatik ist immer an Bord, elektrischen Allradantrieb gibt es im DS 7 für die beiden stärkeren Plug-in-Hybride.
Der Basis-Plug-in-Hybrid lädt serienmäßig über einen 3,7-kW-Onboard-Charger, sonst sind 7,4 kW Standard. Wer die im Einstiegs-Plug-in-Hybrid möchte, zahlt inklusive Mode-3-Ladekabel 546 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.). An der 22-kW-Säule lädt die jetzt 14,2 kWh große Batterie (früher: 13,2 kWh) in schnellstens rund zwei Stunden komplett auf. Rein elektrisch fahren die DS 7 E-Tense laut WLTP 66 Kilometer, beim Spitzenmodell liegt die elektrische Reichweite mit 58 Kilometern etwas darunter.
Fünf reguläre Ausstattungsvarianten bietet DS für den gelifteten DS 7 an, dazu kommt bis Jahresende noch die vollausgestattete und ausschließlich für den Spitzen-Hybrid erhältlichen Version „La Premiere“. Los geht es mit der Basis Bastille, die mit dem Einstiegs-Motor, dem Diesel, ab 35.706 Euro zu haben ist. Ausgehend davon geht es weiter mit Rivoli und Opera als Komfort-Varianten beziehungsweise auf dem Dynamik-Ast der Ausstattungsstruktur mit Performance Line und Performance Line Plus. Grundsätzlich sind alle Motoren mit allen Ausstattungsversionen verfügbar, eine Ausnahme bildet nur die Top-Motorisierung E-Tense 4x4 360, die wie gesagt als einziger Antrieb als „La Premiere“ bestellbar und am unteren Ende der Palette nicht als Bastille oder Performance Line zu haben ist.
Das kameragesteuerte Fahrwerk ist Serie, sofern sich DS-7-Kunden für einen Plug-in-Hybrid mit Allradantrieb entscheiden oder für den E-Tense 225 in der Opera-Version. Unabhängig von der Motorisierung Standard ist das Infotainmentsystem inklusive Iris-Spracherkennung und Navigation. Eine Sitzheizung gibt es serienmäßig nur in der Top-Version Opera und sonst in teils teuren Pakete, die Nachtsichtkamera – von DS immer wieder als Alleinstellungsmerkmal herausgestellt – derzeit nur im „La Premiere“ und eine Rückfahrkamera ist ab Performance Line Plus Standard (sonst in Paketen ab 336 Euro). Auch induktives Smartphone-Laden ist im größten SUV von DS erst ab der Variante Opera Standard, sonst gibt es die sinnvolle Technik als Paketlösung zusammen mit anderen Gimmicks ab 504 Euro. Mit dem Facelift neu Einzug in den DS 7 hält Matrix-LED-Licht, und zwar serienmäßig in den Versionen Performance Line Plus, Rivoli und Opera. In der Basis Bastille kostet es 840 Euro, ist aber seltsamerweise in der Performance Line überhaupt nicht bestellbar – und auch im ansonsten voll ausgestatteten „La Premiere“ klafft in diesem Punkt gähnende Leere.
Technische Daten DS 7:
(Verbrauch, Emissionen und Reichweiten nach WLTP; Preise netto zzgl. USt.)



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