Große Klappe, viel dahinter. Der neue Grandland Electric AWD markiert einen wichtigen Schritt in Opels Elektrifizierungsstrategie und positioniert sich zugleich selbstbewusst im hart umkämpften Segment der Mittelklasse-SUV.
„Top of the Line“, „SUV-Flaggschiff“, leistungs- und reichweitenstark – kurz: Vier gewinnt! Denn: Opel bietet seinen Top-Stromer jetzt erstmals auch mit Allradantrieb an. Damit feiert der Grandland Electric AWD gleich eine Doppelpremiere: Er ist nicht nur Opels erstes Modell auf der für E-Autos optimierten STLA-Medium-Plattform des Stellantis-Konzerns, sondern zugleich auch der Erste bei der Marke mit dem Blitz dessen Vortrieb auf vier Räder übertragen wird. Dass die Rüsselsheimer mit dem neuen Grandland Großes vorhaben, obwohl ja das SUV-Dickschiff im thüringischen Eisennach vom Band läuft, war ohnehin von Anfang an klar. Ex- und Interieur sind stylisch designt, das Cockpit klar und aufgeräumt gleichwohl gespickt mit modernster Technik und einer Vielzahl elektronischer Helfer, dazu ein komfortabler, großzügig anmutender Innenraum – Autofahrerherz, was willst Du mehr?
Darauf dürfte gewiss auch so mancher Fuhrparkmanager und/oder Flottenchef abfahren, stellt doch der Opel Grandland dank seiner effizienten Antriebslösungen – vom 48-Volt-Hybrid (HEV) über den kräftigen Plug-in-Hybrid (PHEV) bis hin zum rein batterieelektrischen Stromer (BEV) – eine zeitgemäße Motorenpalette zur Wahl, die sich auch in Dienstwagen gut verkaufen lässt. Anscheinend gar nicht so schlecht. So vermeldeten die Rüsselsheimer kürzlich stolz: „Der Anteil der Opel-Pkw-Neuzulassungen mit Elektro-Antrieb (BEV und Plug-in-Hybrid) lag laut KBA im ersten Halbjahr auf dem bedeutenden deutschen Heimatmarkt bei 15,3 Prozent und damit deutlich über dem Vorjahresniveau (Januar bis Juni 2024: 9,9 Prozent).“
Fokussieren wir uns deshalb auf die Variante Electric. Bereits der selbstbewusste Auftritt signalisiert, dass der Grandland mehr sein will als einfach nur ein weiteres E-Auto in der steigenden Stromer-Flut. Er präsentiert sich als so etwas wie die Visitenkarte einer Marke, die selbstbewusst in die elektrische Zukunft fährt. Schon im Stand wirkt er wuchtig. 4,65 Meter Länge, breitere Spur, große Räder – die Proportionen stimmen. Die Front wird vom neuen 3D Vizor geprägt, mittendrin der erstmals illuminierte Opel-Blitz, der im Dunkeln wie eine Signatur durch die Nacht schneidet. Flankiert vom Intelli-Lux-HD-Licht mit mehr als 50.000 Pixeln, das nicht nur Straßen ausleuchtet, sondern auch kleine Lichtinszenierungen zum Besten geben kann. Am Heck feiert zudem eine neue Lichtumrandung, neudeutsch „Edge Light“ genannt, ihr Debüt sowie ein beleuchteter Opel-Schriftzug. Klar, das ist ein bisschen Schnickschnack jedoch ohne protzige Chromakzente – eher moderner Minimalismus Marke Rüsselsheim.
Zum Marktstart im September, der Grandland Electric AWD ist ab sofort ab 50.412 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) bestellbar, steht die Topausstattungsversion Ultimate mit einer nutzbaren Batteriekapazität von 73 kWh bereit, die auch mit 160 kW Gleichstrom aufladbar ist. Die Reichweite beträgt laut WLTP 521 Kilometer. Unter dem Blech ist plattformbedingt sogar noch genug Platz für den ganz großen 97-kWh-Akku, der zudem flach im Fahrzeugboden integriert werden konnte. Das sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und damit für ein dynamischeres Fahrverhalten, ohne den Innenraum einzuschränken. Mit bis zu 694 Kilometern WLTP-Reichweite (vorläufiger Wert) wird der Grandland Electric AWD Long Range zu den Reichweiten-Champions seiner Klasse gehören. Den Orderstart kündigt die Marke mit dem Blitz mit „in Kürze“ an.
Zwei Elektromotoren bringen es gemeinsam auf 325 PS Systemleistung und kernige 509 Newtonmeter Drehmoment. Damit schießt der Allradler in 6,1 Sekunden aus dem Stand auf Tempo 100 und bleibt dabei stets satt auf der Straße. Vier wählbare Fahrmodi – 4WD, Sport, Normal und Eco – erlauben die Anpassung an Wetter, Terrain und Fahrstil. Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 170 km/h limitiert, was sowohl der Effizienz als auch der Reichweite zugutekommt.
Der Innenraum präsentiert sich – ganz im Sinne der Opel-Philosophie „Detox“ – aufgeräumt, klar strukturiert und zugleich hochmodern. Statt einer Flut an Bedienelementen konzentriert sich das Cockpit auf wenige, intuitive Tasten, kombiniert mit einem breiten, bis zu 16 Zoll großen Zentralmonitor und einem 10-Zoll-Fahrerinfodisplay. Beide können in den Pure Mode wechseln, der nur die nötigsten Informationen anbietet. Ergänzt wird das digitale Ensemble durch ein Head-up-Display. Das Infotainment ist über Over-the-Air-Updates stets aktuell, lässt sich per Sprachsteuerung inklusive ChatGPT-Funktionen bedienen und bietet einen vernetzten BEV-Reiseplaner. Apple CarPlay und Android Auto funktionieren kabellos, ebenso wie das induktive Laden des Smartphones in der semitransparenten Pixel-Box.
Komfort wird beim Grandland ebenfalls großgeschrieben. Schon in der Serienausstattung bietet er ein Feature für die Vordersitze, das den Druck auf das Steißbein reduziert. In der Ultimate-Variante des AWD kommen AGR-zertifizierte Ergonomiesitze hinzu, auf Wunsch in feinstem Nappaleder mit Massage- und Ventilationsfunktion. Das Platzangebot ist großzügig: Dank der gewachsenen Außenmaße und 2,79 Meter Radstand gibt es neben der flexiblen, im Verhältnis 40:20:40 teilbaren Rückbank ein Ladevolumen von 485 bis 1.580 Litern in der AWD-Version – genug für Alltag, Arbeit und ausgedehnte Urlaubsreisen.
Fahrwerksseitig setzt Opel auf die bewährte Frequency-Selective-Damping-Technik, die einerseits für Straffheit und Direktheit in schnellen Kurven sorgt, zugleich aber Unebenheiten und Schlaglöcher wirksam filtert. Gerade in Verbindung mit dem niedrigen Schwerpunkt und dem präzisen Ansprechverhalten der E-Motoren ergibt sich ein Fahrverhalten, das sowohl lange Autobahnetappen entspannt als auch kurvige Landstraßen engagiert meistert. Die Alltagstauglichkeit spiegelt sich auch in zahlreichen Ablagen wider, die zusammen 36 Liter Stauraum bieten, darunter flexible Becherhalter und das clevere Pixel-Box-Fach. Mit dem Grandland Electric AWD will Opel nicht nur technologische Kompetenz beweisen, sondern auch die Marke emotional aufladen. Das „Made in Germany“-Label – entwickelt in Rüsselsheim, gebaut in Eisenach – unterstreicht den Anspruch an Qualität und Präzision. Die Verbindung aus lokal emissionsfreiem Fahren, großer Reichweite, modernem Design, innovativer Lichttechnik und ergonomischem Komfort zeigt, dass Opel sich im Wettbewerb der Elektro-Allradler selbstbewusst positioniert. Wer ein langstreckentaugliches Stromer-SUV mit hoher Leistung und dem Plus an Traktion sucht, findet im Grandland Electric AWD ein Fahrzeug, das diese Disziplinen gekonnt verbindet – und sich in puncto Stil und Technik nicht verstecken muss.