Mazda überarbeitet sein Motoren-Meisterstück Skyactiv X. Der e-Skyactiv X wird kräftiger und effizienter als sein Vorgänger.
Mazda hat das Herzstück seines Motorenprogramms, den Skyactiv-X-Motor, überarbeitet. Der technische Mix aus Benziner und Diesel ist kräftiger geworden, soll aber auch weniger verbrauchen. Wie bisher verbaut Mazda das Skyactiv-X-Aggregat ausschließlich im kompakten Mazda 3 sowie im Kompakt-SUV CX-30. Und damit die technischen Anpassungen auch sogleich erkennbar sind, bekommt das Kind auch einen neuen Namen: aus Skyactiv X wird e-Skyactiv X.
Was aber genau hat Mazda an seinen Skyactiv-X-Aggregaten verändert? Etwas stärker sind sie geworden, statt 180 leisten sie jetzt 186 PS. Auch das Drehmoment stieg um 16 auf jetzt 240 Nm. Zudem gibt Mazda an, die Drehmomententfaltung über alle Drehzahlbereich optimiert zu haben. Neben verbesserter Elastizität sind gesunkene WLTP-Verbräuche ein Ergebnis dieser Maßnahmen. Modell- und ausstattungsabhängig sind sie um bis zu 0,5 Liter je 100 Kilometer gesunken.
Wie aber fährt sich der erneuerte Motor in der Praxis? Gar nicht so viel anders als sein Vorgänger. Wie der Skyactiv-X ist auch der e-Skyactiv-X ein komfortorientierter, auf Effizienz getrimmter Geselle, den man im Alltag gerne an seiner Seite hat. Zwar betont Mazda auch die dynamischen Qualitäten seines technischen Meisterstücks. Aber Hand aufs Herz: Wer beim Ampelstart immer der erste sein möchte, kauft keinen e-Skyactiv X.
Lahm ist er trotzdem nicht, der e-Skyactiv X verhehlt aber eben einfach nicht, dass Komfort und Effizienz für ihn an erster Stelle stehen. Schon weil er ohne Turbo kommt, muss man Mazda 3 und CX-30 e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid fleißig schalten, um ihr Drehmoment zu nutzen. Das allerdings macht richtig Spaß, denn das serienmäßige Sechsgang-Schaltgetriebe überzeugt auch mit dem überarbeiteten Motor als knackiger und schneller Schalter.
5,1 bis 5,0 Liter WLTP-Verbrauch gibt Mazda für den von uns gefahrenen Mazda 3 Fastback e-Skyactiv X 2.0 M Hybrid mit Schaltgetriebe an, für den gleich motorisierten und ebenfalls handgeschalteten CX-30 sind es 5,6 Liter, wenn man sich wie wir für die Version mit Frontantrieb entscheidet. Die Bezeichnung M Hybrid weist auf das 24-Volt-Startergenerator-Mildhybrid-System hin, das für zusätzliche Effizienz sorgen soll. Und die Verbräuche in der Praxis? Wir sind auf 7,3 Liter im Mazda 3 und rund 7,5 Liter im CX-30 gekommen – ein für diese Leistungsklasse immer noch mehr als akzeptabler Wert.
Ansonsten erscheinen die beiden Japaner im bekannten Gewand. Optische Retuschen gibt es nicht, auch der Innenraum kommt im bewährten Mazda-Stil mit 8,8-Zoll-Multimedia-Monitor, der ausschließlich via Dreh-Drückrad oder Tasten in der Mittelkonsole steuerbar ist. Die Materialqualität ist für diese Preisklasse sehr hochwertig, das gilt ebenso für die Verarbeitungsqualität. Auch die Ergonomie lässt keine Wünsche übrig.
Los geht es ab 22.261 Euro für den Mazda 3 e-Skyactiv 2.0 M Hybrid, das Stufenheck Fastback kostet ab 22.681 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.). Der CX-30 mit dem e-Skyactiv-X-Motor kostet mindestens 22.933 Euro. Eine Automatik gibt es für alle Modelle für 1.681 Euro. Übrigens: Der Diesel fliegt mit dem aktuellen Modelljahr wegen zur geringer Nachfrage aus den Mazda-3- und CX-30-Preislisten.




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