Da bekommen Fuhrparkmanager leuchtende Augen: Der Mazda6 Kombi ist eines der wertstabilsten Fahrzeuge – und hat noch weitere Qualitäten zu bieten.
Von Timo Bürger
Das ist eine erfreuliche Nachricht im noch jungen Jahr 2019: Der Mazda Skyactiv-G 145 Kombi ist laut Marktforschungsunternehmen Bähr & Fess Forecast eines der Fahrzeuge mit dem geringsten Wertverlust.
Bei einer Haltedauer von vier Jahren und 15.000 Kilometern Jahresfahrleistung beziffert das Marktforschungsunternehmen in der Studie "Restwertriesen 2018" den Wertverlust für den Mazda6 auf 14.347 Euro. Das entspricht einem Restwert von 48 Prozent – das ist der zweite Rang in dieser Untersuchung. Zudem hat Mazda Deutschland 2018 das beste Zulassungsergebnis seit zwölf Jahren erzielt – leuchtende Augen bei den Japanern also.
Doch weg von schnödem Zahlenwerk, hin zu Emotionalem. Der Mazda6 ist ein elegantes und stilsicheres Fahrzeug; m Innenraum dominieren feine Materialien: Das Gesäß nimmt gerne auf den behaglichen braunen Nappaledersitzen Platz, das Auge erfreut sich an den edel wirkenden Holzapplikationen des Armaturenträgers, das Gehör vernimmt nirgendwo ein Knirschen und Knarzen, die Finger fassen das mit Nähten und Chromring verzierte Lenkrad ebenso gerne an wie den exakt zu bedienenden Dreh-/Drücksteller „Multi Commander“, kurzum: Der Innenraum macht einen hochwertigen Eindruck – in Sachen qualitativer Anmutung spielt Mazda durchaus in der Liga der Premiumanbieter mit.
Und diese Strategie wollen die Japaner ausbauen: "Viele unserer Eroberungskunden kommen ja von Premiummarken, die Mazda als clevere Alternative sehen. Und da wollen wir uns in Zukunft definitiv weiterentwickeln", skizziert Jochen Münzinger von Mazda Motors Deutschland die Strategie für die kommenden Jahre.
Vor allem die Qualität will der als ohnehin sehr zuverlässig geltende japanische Autobauer weiter verbessern: "Das Thema Design wird da eine ganz wichtige Rolle spielen, aber auch die qualitative Anmutung, auch die technische Ausstattung der Fahrzeuge wird noch hochwertiger als heute werden", verspricht Münzinger.
Dass Mazda auf dem richtigen Weg ist, belegt der neue Mazda6 recht eindrucksvoll: Ist man in diesem Kombi (vor allem auf der Langstrecke) unterwegs, fragt man sich zwangsläufig, warum denn zurzeit alle Welt auf SUV abfährt: Störende Windgeräusche, Wanken in den Kurven, erhöhter Spritverbrauch (Mazda6: 6,7 l, Mazda CX-7: 7,2 Liter), vergleichsweise hoher Preis, aber oft kleinerer Kofferraum ( Mazda6: 522 Liter, Mazda CX-5: 494 Liter) – all dies Nickeligkeiten entfallen bei einer Fahrt in diesem japanischen Kombi.
Der Mazda liegt satt auf der Straße, ohne übertrieben hart abgestimmt zu sein. Auffällig leise verrichtet das mit 184 PS und bulligen 445 Newtonmetern starke Dieseltriebwerk seine Arbeit. Nach etlichen zügigen Fahrten und einigen Kurzstreckenpassagen wies der Bordcomputer einen Verbrauch von 7,2 Litern pro 100 Kilometer auf – das ist ziemlich nahe am WLTP-Wert von 6,7 Litern Durchschnittsverbrauch.
Auch das wird Fuhrparkmanager erfreuen: Serienmäßig bringt der Mazda bereits in der Basisausstattung "Prime-Line" (ab 27.590 Euro) jede Menge Sicherheitssysteme mit: Enthalten sind unter anderem die adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, der Berganfahrassistent, der City-Notbremsassistent oder Spurhalte- und Spurwechselassistent.
Ebenfalls immer dabei sind elektrisch einstellbare und beheizbare Außenspiegel, Head-up-Display, Klimaautomatik und Voll-LED-Scheinwerfer. Etwas knickerig ist allerdings, dass für die CarPlay und AndroidAuto-Anbindung 300 Euro extra bezahlt werden müssen. Auch für die Ladungssicherung von Gegenständen in dem bis zu 1664 Liter fassenden Kofferraum ist gesorgt: Eine Gepäckraumabdeckung ist immer serienmäßig an Bord, ein Gepäcknetz (abgesehen von der Basisvariante) ebenfalls.
Ein feines Inneres, ein gefälliges Äußeres, gepaart mit Technik, einem ansprechenden Design und sehr ordentlichem Restwert – das sind Argumente für den Mazda6. Verfolgen die Japaner diese Strategie intensiver, wird ihnen der Erfolg nicht zu nehmen sein.






