Toyota will mit dem Proace Max und Proace City neue Maßstäbe im LCV-Segment setzen. Vom großen Kastenwagen bis zum kompakten Stadtflitzer. Wer kann auf der Testfahrt überzeugen?
Die Nachfrage nach leichten Nutzfahrzeugen (LCV) in Europa steigt stetig. Toyota bringt mit der Modellpflege der Proace-Reihe gleich zwei interessante Kandidaten ins Rennen: den neuen Toyota Proace Max und den kompakteren Toyota Proace City. Beide Modelle sprechen unterschiedliche Zielgruppen an und bieten verschiedene Vorteile. Doch welches Modell ist die bessere Ergänzung für den Fuhrpark? Wir haben die beiden Fahrzeuge getestet.
Mit dem Toyota Proace Max erweitert Toyota seine Flotte in das Segment der großen LCVs bis 3,5 Tonnen und positioniert sich direkt gegen Schwergewichte wie den VW Crafter oder Mercedes Sprinter. Besonders beeindruckend: Der Max ist mit einer Vielzahl an Aufbauten und Ausführungen erhältlich, von der Kastenwagenvariante bis hin zum Pritschenfahrzeug.












Der Proace Max bietet drei Längen (5,41 m, 6,00 m und 6,36 m) und zwei Radstände. Damit setzt er in puncto Flexibilität Maßstäbe. Mit einer maximalen Zuladung von 1.460 kg und einem Ladevolumen von bis zu 17 Kubikmetern lässt er keine Wünsche offen. Der Elektromotor mit 279 PS sorgt für nahezu lautlosen Vortrieb, was besonders im städtischen Lieferverkehr ein großer Vorteil ist.
Trotz seiner beeindruckenden Größe und einem Gewicht von fast 2.800 kg fährt sich der Proace Max komfortabel, wenn auch etwas schwerfällig. Die Reichweite der elektrischen Version liegt je nach Ausstattung zwischen 360 und 537 km, was für viele Unternehmen ausreichend ist. Besonders beeindruckend ist die Schnellladefunktion, die den Akku in nur 55 Minuten auf 80 % bringt.
Der Proace Max ist ein echter Arbeitstier, das vor allem durch seine Vielseitigkeit und die große Anzahl an Aufbauten überzeugen will. Mit Preisen ab 41.470 Euro ist er im Vergleich zu Konkurrenten wie dem VW Crafter oder dem Mercedes Sprinter zudem günstiger, bietet aber dennoch vergleichbare Leistung und Ausstattung. Abzüge gibt es allerdings für die Materialqualität im Innenraum.
Im direkten Vergleich wirkt der Toyota Proace City fast schon kompakt. Doch genau hier liegt seine Stärke: Als kleinerer Bruder des Max zielt er vor allem auf den städtischen Bereich und kleinere Unternehmen ab. Besonders beliebt ist der Proace City in der Verso-Version, die sich auch an Familien richtet.







Mit einer Länge von knapp 4,75 Metern ist der Proace City ideal für den urbanen Verkehr. Trotz seiner kompakten Abmessungen bietet er in der L2-Version viel Platz, sowohl für Passagiere als auch für Ladung. Der Kofferraum fasst bis zu 1.050 Liter, bei umgeklappten Sitzen stehen bis zu 3.500 Liter Ladevolumen zur Verfügung.
Der elektrische Proace City überzeugt mit einem 136-PS-Motor und einer Reichweite von bis zu 465 Kilometern. Der Verbrauch liegt bei 20 kWh auf 100 km, was ihn zu einem effizienten und umweltfreundlichen Begleiter macht. Allerdings ist das Fahrgefühl etwas träger, besonders bei höheren Geschwindigkeiten, was auf das hohe Leergewicht und die Nutzfahrzeugauslegung des Fahrwerks zurückzuführen ist. Doch genau wie beim Proace Max ist sportliches Fahrverhalten hier nicht das Ziel.
Der Toyota Proace City kann eine gute Wahl für Unternehmen und Familien sein, die im urbanen Umfeld viel Platz und Flexibilität benötigen. Mit einem Einstiegspreis von 24.835 Euro für die Hybrid-Version bietet er ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis.
Der Proace Max bietet maximale Flexibilität und Kapazität, während der Proace City für den städtischen Einsatz und als platzsparende Lösung überzeugen will. Beide Modelle können zur Optimierung der Flotte beitragen, natürlich je nach Einsatzbereich und Unternehmensgröße. (ja)