Großtransporter für gewerbliche und freizeitbezogene Anwendungen: Stellantis startet die Produktion des Cargo Box BEV. Der neue vollelektrische Großtransporter bietet bis zu 20,5 m³ Ladevolumen.
Stellantis Pro One, die Nutzfahrzeugsparte von Stellantis, hat den Produktionsstart des neuen Cargo Box BEV im italienischen Werk Atessa bekannt gegeben. Das neue Modell ergänzt das Angebot an batterieelektrischen Großtransportern und ist Teil der Strategie zur Elektrifizierung des Light Commercial Vehicle-Segments (LCV). Zeitgleich beginnt auch die Fertigung von BEV-basierten Freizeitfahrzeugen auf derselben Plattform. Beide Varianten sind Teil des Stellantis CustomFit-Programms und richten sich an Umrüster, Gewerbekunden und Flottenbetreiber.
Das neue Modell basiert auf einem elektrifizierten Chassis-Cab mit einer Leistung von 200 kW (270 PS), einem maximalen Drehmoment von 410 Nm und einer 110-kWh-Batterie, die eine Reichweite von bis zu 323 Kilometern nach WLTP ermöglicht.
Die Serienversion des Cargo Box BEV bietet ein Ladevolumen von 18,3 m³, mit Innenmaßen von 4.230 mm Länge, 2.032 mm Breite und 2.150 mm Höhe. Für Kunden mit erweitertem Ladebedarf steht eine L4-Konfiguration zur Verfügung. Diese ermöglicht bis zu 20,5 m³ Ladevolumen, eine Innenlänge von 4.500 mm und eine Höhe von 2.300 mm.
Mit dem Modellstart führt Stellantis eine 22-kW-AC-Ladeoption als neuen Standard ein. Diese verkürzt die Ladezeit auf sechs Stunden – die Hälfte der Zeit im Vergleich zur bisherigen 11-kW-Lösung. Ziel ist es, eine vollständige Aufladung über Nacht zu ermöglichen, sodass das Fahrzeug am nächsten Morgen einsatzbereit ist.
Der Cargo Box BEV ist vollständig in das Stellantis CustomFit-Programm eingebunden. Das Konzept ermöglicht werksseitige Umbauten und die Integration von Speziallösungen – entwickelt in Zusammenarbeit mit über 550 zertifizierten Partnern weltweit.
Das Angebot reicht von branchenspezifischen Transportlösungen bis hin zu maßgeschneiderten Ausstattungen für Flottenkunden, KMU und spezialisierte Gewerbe. Durch die Produktion direkt im Werk können Lieferzeiten verkürzt und Qualitätssicherungsstandards eingehalten werden.
Parallel zum Cargo Box BEV startet auch die Produktion von BEV-Freizeitfahrzeugen auf derselben technischen Plattform. Stellantis reagiert damit auf die wachsende Nachfrage im Bereich Caravaning. Der Fiat Ducato, als Plattformfahrzeug, spielt dabei eine zentrale Rolle.
Laut Hersteller wurden in den letzten 20 Jahren über zwei Millionen Wohnmobile auf Ducato-Basis verkauft. 75 Prozent des aktuell im Umlauf befindlichen europäischen Freizeitfahrzeugmarkts basieren auf diesem Modell. Die nun eingeführte BEV-Variante erweitert das Portfolio um eine elektrifizierte Lösung für den Freizeitbereich.
Mit einem Marktanteil von über 30 Prozent bei leichten Nutzfahrzeugen (LCV) in Europa zählen die großen Transportermodelle der Stellantis-Marken Citroën, FIAT Professional, Opel, Peugeot und Vauxhall zu den führenden Angeboten auf dem Markt.
Das Werk Atessa, das über 7,5 Millionen Einheiten produziert hat, liefert Fahrzeuge in 75 Länder weltweit und ist ein wichtiger Produktionsstandort innerhalb des Konzerns. Dort laufen heute mehr als 2.500 Modellvarianten vom Band, unterstützt durch automatisierte Fertigungslinien, eine eigene Lackieranlage sowie ein globales Logistiknetz.