Jetzt will auch Toyota verstärkt auf Stromer setzen und kündigt bis 2026 sechs neue E-Autos an. Als Erstes davon geht das Kooperationsmodell Urban Cruiser ans Netz.
Welcome to India. Bisher hat sich der größte Autobauer der Welt zumindest in Europa nicht gerade als Vorreiter in Sachen Vollstromer hervorgetan. Vielmehr fand die Elektrifizierung hierzulande nahezu ausschließlich mit einem ganzen Heer von Hybridmodellen statt. Getreu der Devise: „Global denken, regional agieren und liefern, was die Kunden wünschen“. Jetzt aber scheint auch für den Hybridpionier die Zeit reif, so richtig in die E-Offensive zu gehen. Bis 2026 plant der japanische Hersteller sechs neue E-Autos. Den Anfang macht der Urban Cruiser, mit dem Toyota ins kräftig wachsende Segment der B-SUVs vorstößt.
Die Besonderheit: Das fesche City-Car ist das Ergebnis einer Gemeinschaftsproduktion von Toyota und Suzuki. Analog zum Schwestermodell eVitara steht auch der Urban Cruiser auf der neuen, leichten E-Plattform, die die beiden japanischen Unternehmen entwickelt haben und läuft bei Suzuki in Indien vom Band. Während Toyota unter anderem den Antriebsstrang beisteuert, soll Suzuki insbesondere für eine günstige Herstellung sorgen. Mit dem Urban Cruiser soll zudem eine neue Ära eingeläutet werden und Toyota nun auch bei den rein batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) in die Erfolgsspur bringen.
Hat doch das erste und recht teure Stromer-Modell der Marke mit dem ziemlich sperrigen Namen bZ4X in Europa nicht gerade reüssiert. Das soll jetzt alles anders werden. Denn mit dem Urban Cruiser verabschiedet sich Toyota nicht nur von seiner bisherigen Nomenklatur, sondern bringt damit auch eine kräftige, frische Brise ins B-SUV-Segment.
Der Urban Cruiser besticht durch sein kraftvolles Design, das einen lifestyligen Auftritt mit hoher SUV-Funktionalität verbindet. Dank seiner ausgewogenen Proportionen und den für sein Segment recht üppigen Radstand von 2,70 Metern bietet der gleichwohl kompakte Urban Cruiser großzügige Platzverhältnisse und präsentiert sich als veritabler Allrounder. Die kantige Silhouette, die hohe Fronthaube und die prägnanten Unterfahrschutz-Elemente verleihen ihm zudem einen robusten Look. Zu den weiteren Hinguckern zählen die kräftige C-Säule, die schmalen Scheinwerfereinheiten an der Front, die umlaufende Lichtleiste am Heck sowie die markanten Räder, die je nach Ausstattung 18 oder 19 Zoll betragen.
Toyota bietet den Urban Cruiser in drei Motor-Batterie-Kombinationen an, alle basierend auf der LFP-Technik (Lithium-Eisenphosphat). Die Einstiegsversion verfügt über einen 144 PS starken Frontantrieb mit einer 49-kWh-Batterie. Für Fahrer mit höheren Ansprüchen stehen 174 PS und ein 61-kWh-Akku bereit. Das Topmodell glänzt mit 184 PS und Allrad, dank eines zusätzlichen 48-kW-Motors an der Hinterachse. Obwohl offizielle WLTP-Werte noch ausstehen, verspricht Toyota für die große Batterie 400 Kilometer Reichweite. Die Ladeleistungen liegen bei soliden 150 kW an AC- und üblichen 11 kW an DC-Säulen. Wärmepumpe und Batterievorheizung sind Serie.
Im Cockpit dominieren das digitale Kombiinstrument mit 10,25 Zoll und das 10,1 Zoll große Infotainmentdisplay. Das Multimediasystem unterstützt Satellitennavigation mit cloudbasierter Verkehrsdatenerfassung und ist kompatibel mit den gängigen Smartphone-Apps. Die im Verhältnis 40:20:40 umklappbaren Rücksitze lassen sich zudem um 16 Zentimeter verschieben. Ein optionales Glasdach sorgt für mehr Licht und ein offenes Raumgefühl.
Der Urban Cruiser punktet des Weiteren mit etlichen elektronischen Helfern, darunter ein Notbremssystem, ein adaptiver Tempomat sowie eine 360-Grad-Kamera, die dem Fahrer einen Überblick über die Fahrzeugumgebung ermöglicht. Für Fahrten abseits befestigter Straßen bietet das B-SUV in der Allradversion einen Trail-Modus und Bergabfahrassistenten. Der Verkaufsstart ist für April geplant, die Markteinführung für den Spätsommer. Die Preise sollen bei rund 26.000 netto starten.