Die Mängelquote bei Nutzfahrzeugen steigt. Der neueste TÜV-Report zeigt, dass mehr als 20 Prozent der Fahrzeuge die Hauptuntersuchung nicht bestehen.
Der TÜV-Report 2025 belegt, dass die deutsche Nutzfahrzeugflotte zunehmend älter und anfälliger wird. Laut Bericht des TÜV-Verbands lag die Mängelquote bei der Hauptuntersuchung zuletzt bei 20,4 Prozent, was eine Steigerung um 0,8 Prozentpunkte im Vergleich zum Report von 2023 bedeutet. Diese Analyse basiert auf 2,31 Millionen Hauptuntersuchungen aus den Jahren 2023 und 2024.
Die häufigsten Beanstandungen betrafen die Beleuchtung, gefolgt von Ölverlust am Motor und Defekten an der Achsaufhängung. Besonders betroffen waren Transporter bis 3,5 Tonnen und schwere Lkw über 18 Tonnen, bei denen in fast 22 Prozent der Fälle erhebliche oder gefährliche Mängel festgestellt wurden. Mittlere Lkw schnitten mit einer Mängelquote von 16,5 Prozent besser ab, während leichte Lkw bis 7,5 Tonnen zu 20 Prozent negativ auffielen. Alle Fahrzeugklassen zeigten eine Verschlechterung im Vergleich zum vorherigen Bericht.
Die Nutzfahrzeugflotte in Deutschland wächst weiter: Seit dem Jahr 2000 ist die Anzahl der gemeldeten Lkw und Transporter um 51 Prozent auf aktuell 3,83 Millionen Fahrzeuge gestiegen. 92 Prozent davon sind leichte Transporter bis 3,5 Tonnen. Das Durchschnittsalter dieser Fahrzeuge liegt derzeit bei 8,7 Jahren, gegenüber 7,7 Jahren im Jahr 2015. Ältere Fahrzeugalter erhöhen laut TÜV das Risiko für sicherheitsrelevante Mängel. (SP-X/vdf)