Die AutoBild-Redaktion testete acht EV-taugliche Sommerreifen. Wie die Profile abschnitten, erfahren Sie hier.
Stromer stellen, wie in unserer Branche bekannt ist, besondere Anforderungen an ihre Reifen. Größere Lasten und ein höheres Drehmoment müssen durch Gummimischung und Technologie aufgefangen werden. Außerdem ist ein niedrigerer Rollwiderstand gerade bei E-Fahrzeugen gefragt.
Bei Sicherheitsrelevanten Themen wie Bremsen, Handling und beim Aquaplaning dürfen aber keine Kompromisse eingegangen werden. Die AutoBild-Redaktion findet, dass der beste Sommerreifen für Elektro-Fahrzeuge diesen Spagat sicher beherrschen sollte. Aus diesem Grund prüfte Dierk Möller von AutoBild acht EV-taugliche Sommerreifen der Dimension 215/55 R18 auf ihr Können. Der Testwagen war ein Hyundai Kona.
Der Testsieger des Reifentests ist der Hankook iON evo. Der Reifen erhält die Gesamtnote 1,1 und das Prädikat „vorbildlich“. „Stärken: Spezieller EV-Reifen mit guten Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, kurzen Bremswegen, ausgezeichneter Fahrdynamik, guter Laufleistung, gutem Komfort und niedrigem Rollwiderstand“, so Dierk Möller von AutoBild.
Auf Platz zwei und drei folgen respektive der Continental PremiumContact 7 und der Goodyear EfficientGrip 2 SUV. Die beiden Reifen werden ebenfalls als „vorbildlich“ betitelt. Continental erhält die Note 1,2: „Stärken: Vom Hersteller auch für Elektrofahrzeuge empfohlener Reifen mit kurzen Bremswegen, überzeugender Fahrdynamik und guter Laufleistung; Schwäche: Leicht erhöhter Rollwiderstand.“ Goodyear bekommt die Note 1,3: „Stärken: Ausgewogener Standardreifen mit guten Sicherheitsreserven bei Aquaplaning, kurzen Bremswegen und guter Kurvendynamik. Bester Reifen mit überragender Laufleistung im Kostenkapitel.“
Die Plätze vier und fünf werden von Reifen belegt, die in diesem Test „gut“ abgeschnitten haben. Der Michelin Primacy 4+ und der Falken e.Ziex. Michelin bekommt die Note 2,4: „Stärken: Kurze Bremswege, gute Fahrdynamik mit direktem Einlenkverhalten, guter Komfort, niedriger Rollwiderstand; Schwächen: Eingeschränkter Nassgrip, mäßige Reserven bei Aquaplaning.“
Über Falken (Note 2,5) schreibt die AutoBild-Redaktion folgendes: „Stärken: Spezieller EV-Reifen mit erfreulich niedrigem Rollwiderstand, guten Aquaplaningreserven und guter Fahrdynamik auf trockener Piste; Schwächen: Mäßiger Nassgrip, befriedigende Laufleistung.“
Als „befriedigend“ auf Platz sechs und sieben werden Firestone Roadhawk 2 und Yokohama BluEarth-XT beschrieben. Firestone erhält die Note 3,3: „Stärken: Vom Hersteller auch für Elektrofahrzeuge empfohlener Reifen mit exzellenten Reserven bei Aquaplaning, guter Fahrdynamik; Schwäche: Deutlich eingeschränkte Laufleistung.“
Yokohama liegt 0,3 Punkte dahinter mit der Note 3,6: „Stärken: Gute Fahrdynamik, guter Grip und ein sicheres Fahrverhalten, vorbildlich leises Abrollgeräusch; Schwächen: Geringe Aquaplaningreserven, mäßige Laufleistung, erhöhter Rollwiderstand.“
Auf dem letzten Platz mit der Note 4,4 liegt der Goodride Solmax 1. „Stärken: Vom Hersteller auch für Elektrofahrzeuge empfohlener Reifen mit leisem Vorbeifahrgeräusch; Schwächen: Lange Nassbremswege, geringe Aquaplaningreserven, mäßige Laufleistung“, so das Fazit der AutoBild-Redaktion.
Getestet wurden die Sicherheitsrelevanten Disziplinen Aquaplaning, Handling und Bremsen auf nasser Fahrbahn. Außerdem das Handling und Bremsen auf trockener Straße. Es wurden auch nicht sicherheitsrelevante Disziplinen getestet. Diese gehen jeweils mit verminderter Gewichtung in die Wertung ein. Dazu gehören: Kurvenaquaplaning und Seitenführung auf nasser Strecke sowie Abrollkomfort und Vorbeifahrgeräusch auf trockener Straße. Die Kapitel „Nass“ und „Trocken“ gehen jeweils mit 40 Prozent in die Gesamtbewertung ein. Der Bereich Kosten mit seinen Unterpunkten – Laufleistung, Preis/Laufleistung und Rollwiderstand – wurde mit 20 Prozent gewichtet.