Der Boom des Marktes für Dienstradleasing ist vorerst vorbei. 2024 gingen Umsatz und Stückzahl erstmals zurück. 2025 wird nur noch mit moderatem Wachstum gerechnet.
Einer aktuellen Deloitte-Studie über den deutschen Dienstradleasing-Markt zufolge fiel der Umsatz des Marktes mit 3,1 Milliarden Euro im Jahr 2024 erstmals geringer aus als im Vorjahr. 2023 waren es noch 3,2 Milliarden Euro. Zugleich ging die Zahl der neu geleasten Fahrräder von 0,79 Millionen auf 0,75 Millionen zurück. Im Jahr 2025 wird der Studie zufolge wieder eine positive Entwicklung erwartet, die mit 3,3 Milliarden Euro wieder einen neuen Spitzenwert erreichen könnte. Zukünftig wird jedoch mit geringeren Wachstumsraten aufgrund eines sich sättigenden Marktes gerechnet.
Zwischen 2020 und 2024 wuchs die Leasing-Flotte jährlich um durchschnittlich 30 Prozent. Ende 2024 befanden sich 2,1 Millionen über den Arbeitgeber geleaste Fahrräder im Umlauf. Die Leasenden bevorzugen dabei eher hochpreisige Fahrräder, deren Durchschnittspreise deutlich über denen des Gesamtmarktes liegen. Grund dafür sei, dass es einerseits einen Mindestpreis bei Leasing-Abschlüssen gibt und die Verbraucher darüber hinaus eher zu höherpreisigen Modellen tendieren. Ein geleastes E-Bike kostete im Jahr 2024 durchschnittlich 3720 Euro. Das sind 40 Prozent mehr als für ein vergleichbares Modell im Gesamtmarkt (durchschnittlich 2650 Euro). (ks)