Der ADAC hat 40 Rastanlagen auf ihre Lade-Tauglichkeit hin geprüft. Fazit für E-Auto-Fahrer: Es ist noch viel zu tun.
Zunehmend mehr Ladepunkte und Schnelllader in Deutschland und trotzdem kommt die Nachfrage nach E-Autos nur gemächlich voran. Insbesondere für die Langstrecke ist ein E-Auto nach wie vor unattraktiv, zu viele Ladestopps würden die Ankunft am Zielort nur unnötig in die Länge ziehen. Wenn es aber doch dazu kommt, dass die lange Urlaubsreise mit einem E-Auto auf sich genommen wird, steht man bald an der Rastanlage und, wie ein aktueller ADAC-Test zeigt, vor Problemen. Denn Autobahnrastanlagen haben in puncto Lademöglichkeiten noch deutlich Aufholpotenzial.
Der ADAC hat sich 40 relevante Rastanlagen hinsichtlich ihrer Ladeinfrastruktur genauer angeschaut. Vorab schonmal das Fazit: Weiterhin gibt es viel Verbesserungspotenzial:
Nicht mehr zeitgemäß: Bei 16 Rastanlagen gab es ausschließlich 50 kW-Ladesäulen.
Wenige Ladepunkte: Die 21 Rastanlagen mit High-Power-Säulen waren im Mittel lediglich mit 4 Ladepunkten ausgerüstet.
Außer Betrieb: An 15 Prozent der getesteten Rastanlagen hat zum ADAC-Testzeitpunkt mindestens ein Ladepunkt nicht funktioniert.
Empfehlung: Fahrerinnen und Fahrer sollten lieber diejenigen Ladesäulen nutzen, an der noch kein anderes Fahrzeug steht.
Während des ADAC-Ladesäulen-Tests waren kaum überdachte Ladesäulen vorhanden. Bei schlechtem Wetter wurde es dann schnell nass. Nur Auerswalder Blick Süd an der A4 und Fürholzen West an der A9 boten Schutz gegen Regen.
Kartenterminals, die eine Bezahlung wie an der Kasse jeder Tankstelle ermöglichen und seit April 2024 für neue Ladesäulen vorgeschrieben sind, existierten nur an drei der 37 Ladestationen. Diese waren aber zum Testzeitpunkt noch nicht in Betrieb.
Die Möglichkeit, über einen angebrachten QR-Code per Handy zu zahlen, war zwar gegeben, das öffnet an öffentlich zugänglichen Rastanlagen aber Tür und Tor für Betrugs-Maschen. (ks)