Laut ADAC-Pannenstatistik 2026 nimmt die Zahl der Einsätze zu, die Pannenquoten sinken aber. Besonders Elektroautos fallen in der Statistik positiv auf.
Im vergangenen Jahr rückten die Pannenhelfer des ADAC rund 3,7 Millionen Mal aus. Trotz dieses Anstiegs zeigen die Daten, dass Fahrzeuge insgesamt robuster geworden sind, insbesondere mit elektrischem Antrieb.
Der ADAC verzeichnete 2025 ein Plus von 1,6 Prozent bei den Einsätzen im Vergleich zum Vorjahr. Als Hauptursache nennt der Club das weiter steigende Durchschnittsalter des Fahrzeugbestands. Die liegengebliebenen Fahrzeuge waren im Schnitt knapp 14 Jahre alt.
Grundsätzlich steige mit dem Alter das Pannenrisiko, dieser Zusammenhang habe sich jedoch abgeschwächt. So lag die Pannenwahrscheinlichkeit bei zehn Jahre alten Autos 2015 noch bei 6,5 Prozent, 2025 nur noch bei 3,1 Prozent.
Unabhängig vom Alter schneiden Elektroautos laut ADAC insgesamt besser ab als vergleichbare Verbrenner. Grundlage ist die Pannenkennziffer (PKZ), die die Zahl der Pannen je 1.000 Fahrzeuge abbildet. Vier Jahre alte Elektrofahrzeuge erreichten 2025 einen Wert von 6,5, gleich alte Verbrenner kamen hingegen auf 12,5.
Als Grund nennt der ADAC die geringere Zahl verschleißanfälliger Bauteile bei Stromern. Bei klassischen Antrieben zählen unter anderem Komponenten des Antriebsstrangs und des Kraftstoffsystems zu den häufigen Fehlerquellen.
Antriebsunabhängig bleibt die 12‑Volt‑Bordnetzbatterie die größte Schwachstelle. Sie war für nahezu die Hälfte aller Einsätze verantwortlich. Elektroautos weisen dabei einen höheren Anteil an Pannen im Bereich des Bordnetzes auf, was der ADAC auf eine komplexere Fahrzeugelektronik zurückführt.
Auf einzelne Baureihen bezogen gelten bei den dreijährigen Fahrzeugen der BMW i3 mit einer Pannenkennziffer von 0,4 und das Tesla Model 3 mit 0,7 als besonders zuverlässig. Unter den Verbrennern schneiden Mini und BMW X2 mit jeweils 0,8 am besten ab.
Überdurchschnittlich häufige Pannen traten bei Toyota C‑HR, RAV4, Yaris Cross und Corolla auf. Bei den Elektroautos fällt der Hyundai Ioniq 5 mit erhöhten Werten auf, die laut ADAC auf Probleme in der Stromversorgung zurückgehen. (SP-X)