Vom Sachbearbeiter bis zum Fuhrparkleiter: Ein Überblick über Gehälter im Fuhrparkmanagement und Weiterbildungen für den nächsten Karriereschritt.
Sie denken über eine Karriere im Fuhrparkmanagement nach oder suchen nach einem neuen Arbeitgeber? Unser Gehaltsvergleich zeigt, welche Gehälter je nach Position möglich sind und von welchen Faktoren sie abhängen.
Das Gehalt im Fuhrparkmanagement variiert je nach Position deutlich. Während Einsteiger oder Sachbearbeiter im Fuhrparkmanagement meist administrative Aufgaben übernehmen, arbeiten Fuhrparkleiter strategischer und übernehmen die Verantwortung für Budgets, Fahrzeuge, Mobilitätskonzepte sowie das Thema Nachhaltigkeit. Neben dem Grundgehalt spielen in vielen Unternehmen auch zusätzliche Leistungen eine Rolle, zum Beispiel:
Solche Benefits variieren je nach Unternehmen und sind in diesem Gehaltsvergleich im Bereich Fuhrparkmanagement nicht berücksichtigt.
Als Sachbearbeiter im Fuhrparkmanagement können Sie laut Stepstone mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 39.500 Euro rechnen. Zu Beginn der Karriere liegt das Einstiegsgehalt bei rund 35.300 Euro.
Sachbearbeiter im Fuhrpark verwalten die Fahrzeugflotte eines Unternehmens operativ und koordinieren Versicherungen, Reparaturen und Wartungen. Außerdem stellen sie sicher, dass rechtliche Vorschriften eingehalten werden. Weitere Aufgaben sind: Fahrzeugbestellungen aufgeben, Leasingverträge abschließen, Termine überwachen, Fahrzeuge zuweisen sowie mit Dienstleistern kommunizieren. Um als Sachbearbeiter im Fuhrpark zu arbeiten, brauchen Sie üblicherweise eine abgeschlossene kaufmännische Ausbildung. Doch auch mit einem Quereinstieg können Sie in Ihre Karriere starten.
Stepstone nennt für Disponenten ein Einstiegsgehalt von rund 22.000 Euro jährlich. Im Durchschnitt werden etwa 39.100 Euro gezahlt.
Disponenten gehören nicht immer direkt zum Fuhrparkmanagement, arbeiten jedoch häufig eng mit dem Fuhrpark zusammen. Dabei übernehmen Sie die Planung, Koordination und Überwachung logistischer Abläufe. Sie organisieren Transporte, verwalten Budgets und teilen Personal ein.
Als Fuhrparkmanager verdienen Sie durchschnittlich 45.900 Euro pro Jahr. Das durchschnittliche Einstiegsgehalt liegt bei 43.200 Euro jährlich. Sie können mit dieser Gehaltsspanne rechnen:
Fuhrparkmanager verwalten Flotten und steuern die Fahrzeuge strategisch mit dem Ziel, Fahrzeuge möglichst wirtschaftlich einzusetzen. Außerdem müssen sie darauf achten, dass rechtliche Vorgaben eingehalten werden. In kleineren Unternehmen ist die Position als Fuhrparkmanager häufiger stärker auf die Verwaltung ausgerichtet, während in größeren Betrieben auch strategische Aufgaben hinzukommen, wie die Budgetsteuerung oder die Ausarbeitung von Mobilitätskonzepten.
Fuhrparkleiter verdienen nach Angaben von Stepstone durchschnittlich 48.100 Euro brutto pro Jahr, während der Einstieg bei rund 46.000 Euro liegt:
Sie tragen die Gesamtverantwortung für die Fahrzeugflotte eines Unternehmens und steuern Organisation, Strategie und häufig auch ein Team. Auch die Verantwortung für Budgets und Kosten rund um den Fuhrpark liegt bei ihnen. Im Unterschied zu Fuhrparkmanagern oder Sachbearbeitern haben Fuhrparkleiter eine übergeordnete Funktion und verwalten nicht nur einzelne Aufgabenbereiche.
Je stärker Sie sich spezialisieren und je größer das Unternehmen ist, desto höher ist wahrscheinlich auch Ihr Gehalt. In großen Unternehmen mit umfangreichen Flotten sind Gehälter von 70.000 Euro oder mehr möglich, insbesondere wenn Sie sich auf Themen wie Digitalisierung oder Nachhaltigkeit spezialisieren.
Logistik-Dienstleister wie DHL verfügen über große Flotten, aber auch staatliche Arbeitgeber wie die Deutsche Bahn oder die Bundeswehr verzeichnen einen umfassenden Fuhrpark. Laut der Arbeitgeber-Bewertungsplattform Kununu gehören unter anderem diese Branchen zu den überdurchschnittlich zahlenden:
Weitere relevante Faktoren für die Gehaltshöhe sind die Region, in der Sie arbeiten, Ihre Berufserfahrung, Ihre Qualifikationen sowie Ihre konkrete Position im Unternehmen.
Während Sie als Fuhrparkmanager nach drei bis fünf Jahren durchschnittlich 45.000 Euro verdienen, sind mit mehr als 25 Jahren Berufserfahrung 55.000 Euro möglich. Auch das Bundesland ist relevant. So verdienen Fuhrparkleiter in Sachsen durchschnittlich beispielsweise 41.000 Euro, während in Baden-Württemberg 56.000 Euro gezahlt werden. Gehälter in wirtschaftsstarken Regionen liegen meist über dem bundesweiten Durchschnitt.
Wenn es darum geht, überhaupt als Fuhrparkmanager zu arbeiten oder sich aus einer bestehenden Position weiterzuentwickeln, spielen Weiterbildungen eine entscheidende Rolle. Schließlich handelt es sich bei dem Berufsbild des Fuhrparkmanagers nicht um einen geschützten Ausbildungsberuf. Häufig erfolgt der Einstieg über einen Quereinstieg oder er entwickelt sich im Unternehmen aus anderen Aufgaben heraus.
Weiterbildungen, die angehende Fuhrparkmanager absolvieren können, sind:
In diesen Kursen erwerben Sie Fachwissen und können zusätzliche Verantwortung übernehmen. Modernes Mobilitätsmanagement umfasst heute auch Themen wie Sharing-Modelle, Elektromobilität, nachhaltige Mobilitätskonzepte oder Bahnreisen.
Da der Beruf des Fuhrparkleiters ebenfalls kein klassischer Ausbildungsberuf ist, entstehen für entsprechende Weiterbildungen Kosten. Diese können vom Arbeitgeber übernommen werden, falls Sie in Ihrem Unternehmen nun zusätzliche Aufgaben als Fuhrparkleiter übernehmen sollen. Sie können eine solche Weiterbildung aber auch selbst initiieren.
Die Kosten liegen meist im vierstelligen Bereich. Einige Beispiele sind:
Je nach Angebot gehen solche Weiterbildungen über zwei bis zwölf Tage, die entweder kompakt am Stück oder über mehrere Monate verteilt absolviert werden.
Wer den Schritt in eine leitende Position im Fuhrparkmanagement plant, sollte diese Weiterbildung als langfristige Investition in die eigene Karriere betrachten. Außerdem können die Kosten für eine beruflich veranlasste Weiterbildung als Werbungskosten in der Einkommensteuer geltend gemacht werden und so die Steuerlast mindern.
Die Gehälter im Fuhrparkmanagement unterscheiden sich je nach Position, Erfahrung, Region und Unternehmensgröße. Erfahrene Fuhrparkmanager oder Fuhrparkleiter können deutlich höhere Einkommen erzielen als Sachbearbeiter. Durch die zunehmende Bedeutung von Elektromobilität, Mobilitätsstrategien sowie Digitalisierung entstehen außerdem neue Karrierechancen in diesem Bereich, auf die Sie sich mit Weiterbildungen vorbereiten können.