Chinesische Automarken legen zu, überzeugen Neuwagenkäufer aber noch selten. Warum, zeigt der DAT-Report 2026.
Mehr als jeder zweite Neuwagenkäufer bleibt seiner Marke treu: 56 Prozent entscheiden sich erneut für den bisherigen Hersteller. Das geht aus einer aktuellen Befragung zum DAT-Report 2026 hervor.
44 Prozent der Neuwagenkäufer schätzen sich laut DAT-Report als stark markentreu ein. In der Praxis ist die Bindung sogar höher: 56 Prozent entscheiden sich erneut für ihre bisherige Marke.
Bei Gebrauchtwagen ist die Bindung zwar geringer, aber dennoch relevant: 39 Prozent bleiben ihrer bisherigen Marke treu. Entscheidend sind dabei vor allem positive Vorerfahrungen. Sie waren für 63 Prozent der Neuwagen- und 55 Prozent der Gebrauchtwagenkäufer ausschlaggebend.
Chinesische Hersteller sieht man im Straßenbild und in der Berichterstattung immer häufiger. 65 Prozent der Neuwagenkäufer begegnen den Fahrzeugen im Alltag, fast 80 Prozent kennen sie aus Medien oder Werbung. Die Kaufbereitschaft bleibt jedoch niedrig: Nur 5 Prozent der Neuwagenkäufer können sich aktuell den Kauf eines chinesischen Fahrzeugs vorstellen. Unter Pkw-Haltern liegt der Wert mit 29 Prozent deutlich höher, bei jüngeren Fahrern sogar bei 35 Prozent.
Auffällig sind zudem Unterschiede nach Geschlecht: Frauen zeigen sich offener gegenüber neuen Wettbewerbern. Unter den Neuwagenkäuferinnen begrüßen 47 Prozent den zunehmenden Wettbewerb durch chinesische Marken.
„Für Endverbraucher bleibt die Marke wichtig, ist aber nur ein Faktor unter vielen. Kriterien wie Qualität, Zuverlässigkeit, Sicherheitsausstattung und Service gewinnen an Gewicht“, sagen Uta Heller und Dr. Martin Endlein, die Autoren des DAT-Reports. Für Hersteller und Handel hieße das, dass sie Vertrauen vor allem durch transparente Kommunikation über Technik, Sicherheit und After-Sales-Leistungen aufbauen müssen. (red)