Auch feiertagsbereinigt wachsen die Zulassungen im April 2024 auf allen Kanälen zweistellig. In absoluten Zahlen erzielt Flottenmarkt erneuten Spitzenwert.
Satte Zuwächse. Während die Märkte im März durch die Ostertage gegenüber dem Vorjahresmonat noch deutlich litten, profitierten laut aktueller Dataforce-Erhebung im April alle Kanäle bei den Neuzulassungen erheblich und konnten segmentübergreifend zweistellig zulegen – auch kalender- bzw. feiertagsbereinigt.
Der gegenläufige Trend akkumuliert sich gemäß Dataforce bei den Pkw-Neuzulassungen auf gesamt 19,8 Prozent, was kalenderbereinigt immer noch ordentliche 9,2 Prozent bedeuten. Die Verkaufskanäle einzeln betrachtet zeigen noch größere Zuwächse: So konnte der Privatmarkt um satte 20,8 Prozent zulegen. Getoppt wurde dies nur noch von den Sondereinflüssen Fahrzeugbau (+24,5 Prozent), Fahrzeughandel (+21,7 Prozent) und Autovermieter (+25,4 Prozent).
Immer noch stark und zweistellig jedoch vergleichsweise merklich geringer fiel nach Dataforce-Angaben dagegen das Wachstum im Relevanten Flottenmarkt aus: Die Neuzulassungen neuer Firmenwagen kletterten „nur“ um 15,3 Prozent. Gleichwohl in absoluten Zahlen betrachtet, glänzt das Flottensegment hingegen und bleibt der Treiber des Gesamtmarktes. Denn: 82.553 Neuzulassungen bedeuten einmal mehr einen neuen Monats-Spitzenwert.
Dagegen sucht das Privatkundengeschäft noch immer den Anschluss an das Niveau vor der Corona-Pandemie. Zwar stehen die 80.558 neu zugelassenen privaten Pkw für den höchsten Wert seit 2020, anderseits waren es 2019 mit 120.049 Pkw noch fast 50 Prozent mehr Neuzulassungen.
Auch die Transporter-Neuzulassungen sind gemäß der aktuellen Dataforce-Zahlen im April 2024 nach oben geschnellt. Mit einem Zuwachs von 27,8 Prozent übertraf das Plus bei den leichten Nutzfahrzeugen und Pkw-Utilities den Zuwachs im Pkw-Markt. Nochmals stärker stieg die Nachfrage der Fuhrparkleiterinnen und -leiter: Sie registrierten 35,9 Prozent mehr Transporter als noch im April 2023. Doch auch bei Privatpersonen stehen die Transporter als Pkw-Varianten und Wohnmobile wieder höher im Kurs: 9.484 Neuzulassungen entsprechen einem Zuwachs um 25,8 Prozent.
Verbrenner bleiben laut Dataforce-Auswertung weiterhin im Aufwind. So entschieden sich die meisten Neuwagenkäufer auch im April 2024 für Benziner und Dieselantriebe. Batterie-elektrische Fahrzeuge (BEVs) haben seit dem Förderende im Dezember 2023 nach wie vor einen schweren Stand. Veränderungen gebe es jedoch sehr wohl innerhalb der einzelnen Käufergruppen:
Privatpersonen entscheiden sich nach Dataforce-Angaben häufiger für die ausschließlich von Importeuren angebotenen Vollhybride. Mittlerweile habe ihr Marktanteil sechs Prozent überschritten. Plug-in Hybride machten hingegen weniger als drei Prozent der Privatkäufe aus, während der BEV-Anteil unter 14 Prozent verharre.
Bei Fuhrparkverantwortlichen haben die Vollhybride gemäß Dataforce-Auswertung dagegen mit nur zwei Prozent Marktanteil noch immer einen schweren Stand. Knapp jedes zehnte Fahrzeug komme stattdessen als Plug-In Hybrid. Bei den Elektroautos zeichne sich hingegen inzwischen eine leichte Erholung ab. Mit 15 Prozent liege der BEV-Anteil im Flottenmarkt inzwischen vor dem Privatmarkt und nur leicht unterhalb der 17 Prozent, die im April 2023 noch mit dem Umweltbonus erreicht wurden. (MN)