Schwache Märkte in China und den USA drücken auf das Geschäft von VW. Wie der Konzern darauf reagieren will, erläuterte der Vorstand im Rahmen der Quartalsbilanz.
Nach Mercedes und Porsche zieht nun auch Volkswagen Bilanz für das erste Quartal. Nach bereits rückläufigen Auslieferungen wird auch bei Umsatz und Gewinn eine schwächere Entwicklung erwartet. Europas größter Autobauer will sich bis 2030 strategisch neu ausrichten.
Weltweit gingen die Auslieferungen von Januar bis März auf 2,05 Millionen Fahrzeuge zurück, ein Minus von vier Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Vor allem in China und Nordamerika verzeichnete Volkswagen Rückgänge, die durch Zuwächse in Europa nicht ausgeglichen werden konnten.
In den USA hat der Konzern bereits Konsequenzen gezogen und stellt im Werk Chattanooga die Produktion des Elektroautos ID.4 ein. Analysten rechnen in diesem Zusammenhang mit einer Belastung von rund 450 Millionen Euro.
Zusätzlichen Druck bringen die Zahlen der Tochterunternehmen: Bei Porsche sank der Gewinn nach Steuern im ersten Quartal um fast ein Viertel auf 391 Millionen Euro. Bei der Nutzfahrzeugtochter Traton brach das operative Ergebnis um mehr als 90 Prozent auf rund 60 Millionen Euro ein.
Volkswagen will angesichts der Entwicklung seine Sparbemühungen verstärken. Die bislang geplanten Maßnahmen reichten im aktuellen Umfeld nicht aus, teilte der Vorstand mit. Der Konzern sehe sich daher gezwungen, sein Geschäftsmodell grundlegend zu verändern.
„Die Volkswagen Group hat eine starke Substanz“, so Konzernchef Oliver Blume. „Allerdings verdienen wir heute nicht genügend Geld mit unseren Fahrzeugen, um unsere Zukunft nachhaltig zu finanzieren.“
Im vergangenen Jahr war der Gewinn des Konzerns bereits deutlich eingebrochen. Für 2026 strebt der Konzern wieder mehr Profitabilität an. (dpa)