Eine neue Ladelösung ermöglicht die räumliche Trennung von Bedieneinheit und Dispenser. Entwickelt wurde das eichrechtszertifizierte System von i-charging.
Die sogenannte E-Flow-Lösung kombiniert eine zentrale Benutzereinheit mit mehreren Dispensern, die jeweils Ladestromstärken von bis zu 800 Ampere bereitstellen können.
Anzeige des Zählerstands, Authentifizierung, Ladeinformationen und Bezahlung erfolgen über eine separat installierte Benutzereinheit. Die eigentlichen Dispenser lassen sich unabhängig davon an den für den Betrieb geeigneten Positionen anbringen.
Das soll insbesondere Überkopf-Ladesysteme, Portalkonstruktionen und andere Anlagen ermöglichen, bei denen die Ladepunkte nur schwer zugänglich sind. Als mögliche Einsatzbereiche nennt das Unternehmen gewerbliche Fuhrparks und den Schwerlastverkehr.
„Mit der Weiterentwicklung der Ladeinfrastruktur wird Flexibilität genauso wichtig wie Leistung. Diese Zertifizierung zeigt, dass Betreiber künftig keine Kompromisse mehr zwischen regulatorischer Konformität und Infrastrukturdesign eingehen müssen“, sagt Pedro Moreira da Silva, CEO von i-charging. Die getrennte Installation von Benutzereinheit und Dispenser könne Ladekonzepte ermöglichen, die bislang nur schwer umsetzbar waren. Das gelte insbesondere für Nutzfahrzeuge und gewerbliche Flotten.
Das deutsche Mess- und Eichrecht verlangt, dass die beim Laden erfassten Energiemengen korrekt gemessen und für Nutzer nachvollziehbar abgerechnet werden. Die E-Flow-Lösung soll diese Anforderungen auch bei räumlich getrennten Bedien- und Ladeeinheiten erfüllen.
Darüber hinaus berücksichtigt das System laut i-charging Vorgaben der europäischen Verordnung über den Aufbau der Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (Alternative Fuels Infrastructure Regulation, AFIR). Diese betreffen unter anderem öffentlich zugängliche Ladepunkte, deren Nutzung und die Bezahlmöglichkeiten. (iz)