Weniger Aufwand bei der Heimladeabrechnung: Mobiko automatisiert die Übertragung von Ladedaten und bereitet die Erstattung für die Lohnabrechnung vor.
Der Mobilitätsdienstleister Mobiko hat seine Plattform um den Heimlademanager Pro erweitert. Beschäftigte können unterstützte E-Dienstwagen ab sofort mit der Plattform verbinden. Die beim Heimladen erfassten Strommengen werden anschließend monatlich automatisch übertragen. Das bisher notwendige Hochladen von Ladenachweisen entfällt damit bei angebundenen Fahrzeugen.
Die Plattform verknüpft die übertragenen Ladedaten mit dem hinterlegten Strompreis und bereitet die Erstattungsbeträge für die Lohnabrechnung auf. Nach Unternehmensangaben werden unter anderem Abrechnungsprozesse mit DATEV, SAP und ADP unterstützt.
Fuhrparkverantwortliche können zwischen dem individuellen Stromtarif der Beschäftigten und der gesetzlichen Strompreispauschale wählen. Beim individuellen Tarif prüft Mobiko nach eigenen Angaben die eingereichten Stromverträge und kontrolliert, ob die hinterlegten Informationen aktuell sind.
Hintergrund sind die seit Januar 2026 geltenden steuerlichen Vorgaben. Die bisherigen monatlichen Ladekostenpauschalen wurden abgeschafft. Stattdessen muss die tatsächlich zu Hause geladene Strommenge nachgewiesen werden. Für die Erstattung können Unternehmen die individuellen Stromkosten oder eine Strompreispauschale von 34 Cent je nachgewiesener Kilowattstunde im Jahr 2026 zugrunde legen.
„Effizientes Heimladen ist seit 2026 kein Wallbox-Thema mehr, sondern ein Prozess- und Payroll-Thema“, sagt Nicola Büsse, CEO und Mitgründerin von Mobiko.
Voraussetzung für die automatische Datenübertragung ist eine unterstützte Fahrzeugschnittstelle und die entsprechende Freigabe. Für Fahrzeuge ohne Anbindung bietet Mobiko weiterhin den Heimlademanager Basic an. Hier müssen Beschäftigte ihre Ladenachweise monatlich selbst hochladen. Beide Varianten lassen sich innerhalb eines Fuhrparks kombinieren.
Zum Thema Datenschutz betont Marcel Cremer, CTO von Mobiko: „Wir übertragen ausschließlich Lademengen und Kilometerstände, keine Standort- oder Bewegungsdaten.“ Er ergänzt: „Unser Informationssicherheitsmanagement ist vom TÜV Nord nach ISO/IEC 27001 zertifiziert.“ (iz)