Wie bleibt die E-Auto-Batterie lange fit? Die Gesellschaft für Technische Überwachung verrät sieben Tipps, mit denen E-Fahrer Reichweite und Lebensdauer ihrer Batterie erhalten – und den Fahrzeugwert steigern.
Die Traktionsbatterie bestimmt nicht nur Reichweite und Fahrkomfort bei Elektroautos, sondern auch deren langfristigen Wert. Umso wichtiger ist es, sie richtig zu behandeln. Die GTÜ (Gesellschaft für Technische Überwachung mbH) hat deshalb sieben Empfehlungen zusammengestellt, wie E-Auto-Fahrer ihre Batterie im Alltag optimal schützen – und was sie beim Laden, Parken und Fahren beachten sollten.
Ein permanenter Ladebereich zwischen 20 und 80 Prozent reduziert elektrochemischen Stress in den Zellen. Vollladung oder Tiefenentladung strapazieren den Akku unnötig. Deshalb: Für tägliche Fahrten reicht es, die Batterie nur teilweise zu laden: Am besten zwischen 20 und 80 Prozent.
Die meisten modernen E-Autos bieten die Möglichkeit, den maximalen Ladezustand direkt im Bordmenü oder per App zu begrenzen. Dadurch müssen Fahrende den Ladezustand nicht permanent im Auge behalten. Ganz automatisch, ohne manuelles Eingreifen wird die Batterie nur bis zum vorgegebenen Ladezustand aufgeladen.
Steht eine Urlaubsfahrt oder ein Tagesausflug an, darf die Batterie natürlich auch auf 100 Prozent geladen werden. Tipp: Wer bei extremen Temperaturen das Fahrzeug an der Ladesäule vorklimatisiert, schont den Akku zusätzlich.
Dauerhaftes Schnellladen erzeugt Wärme und kann die Zellchemie belasten. Deshalb rät die GTÜ: Wenn möglich, häufiger mit Wechselstrom (AC) laden – zum Beispiel an der heimischen Wallbox. Aber: Gelegentliches Schnellladen schadet nicht, da moderne Fahrzeuge thermisch gut geschützt sind.
Wer vorausschauend fährt und häufig rekuperiert, lädt die Batterie bei jedem Bremsvorgang ein Stück weit nach. Das schont die Reichweite und steigert die Effizienz – ohne die Batterie stark zu belasten. Laut BTÜ können E-Autos im Stadtverkehr durchschnittlich über 30 Prozent der zum Fahren eingesetzten Energie rekuperieren.
Zahlreiche Praxisdaten belegen: Auch nach über 200.000 Kilometern verfügen viele Traktionsbatterien noch über rund 90 Prozent ihrer ursprünglichen Kapazität. Gerade bei Gebrauchtwagen ist eine objektive Zustandsbewertung der Batterie entscheidend. Die GTÜ bietet hierfür den zertifizierten Aviloo-Batterietest an. Dieser liefert präzise Daten über den Gesundheitszustand der Batterie.
Wer sein E-Auto länger nicht nutzt, sollte es mit einem Akkustand zwischen 50 und 70 Prozent abstellen. Das schützt vor schädlicher Tiefenentladung oder übermäßiger Zellspannung – beides Stressfaktoren für die Batterie.
Eine langlebige und leistungsfähige Traktionsbatterie ist kein Zufall – sie ist das Ergebnis eines durchdachten Umgangs im Alltag. Wer die Technik versteht und ein paar einfache Grundregeln beachtet, schützt nicht nur die Batterie, sondern erhält auch den Wert und die Alltagstauglichkeit seines E-Autos. So wird Elektromobilität langfristig wirtschaftlich und zuverlässig. (amz.de/vdf)