Stellantis Pro One bietet Bott- und Sortimo-Ausbauten jetzt auch für Transporter von Peugeot, Opel und Citroën direkt ab Werk.
Bereits auf der Nutzfahrzeug-IAA 2024 vorgestellt, setzt Stellantis Pro One das Programm „Custom Fit Personalization“ nun auch in Deutschland um. Damit können Transporter der Marken Citroën, Opel und Peugeot künftig mit zertifizierten Branchenausbauten direkt ab Werk bestellt werden – vollständig integriert in das Einrechnungsgeschäft.



Das Konzept zielt darauf ab, Nutzfahrzeuge stärker an den jeweiligen Einsatzzweck anzupassen. Für Handwerksbetriebe, Serviceflotten oder kommunale Anwender bedeutet das: Fahrzeuge lassen sich bereits ab Werk mit branchengerechten Innenraumausbauten konfigurieren – inklusive Ladungssicherung und Stauraumorganisation.
„Custom Fit steht für individuelle, branchenspezifische Lösungen“, erklärte Jean-François Bloch, Vertriebsleiter für Branchenlösungen und Wohnmobile in Deutschland bei Stellantis Pro One, bei der Präsentation in Rüsselsheim. Rund 75 Prozent aller Nutzfahrzeuge, die Stellantis europaweit verkaufe, würden mit Auf- oder Umbauten ausgeliefert. Das neue Programm solle diese Varianten künftig in einem einheitlichen Werkprozess abbilden.
Zum Start bietet Stellantis werksseitig installierte Ladesicherungspakete des Ausbauspezialisten Bott an. Trotz Umbau bleibt laut Hersteller die volle Fahrzeuggarantie erhalten; zudem sollen sich die Lieferzeiten verkürzen.
Die Ausstattung ist je nach Fahrzeuggröße gestaffelt:
Ab 2026 sollen auch die Modelle von Fiat Professional in das Programm aufgenommen werden.
Die Ausbauten werden im Werk ausgeführt und als Teil der Serienkonfiguration in die Fahrzeugrechnung aufgenommen – inklusive Typgenehmigung und Herstellergarantie.
Für Flottenbetreiber und Handwerksbetriebe bedeutet das:
Bloch betonte: „Nach der Produktionslinie stehen Mitarbeiter bereit, die Fahrzeuge wie bei einem Boxenstopp fertigstellen.“ Der gesamte Prozess – von der Bestellung über den Ausbau bis zur Auslieferung – sei digital abgebildet.
Nach Unternehmensangaben arbeitet Stellantis europaweit mit rund 550 zertifizierten Aufbaupartnern, davon etwa 50 in Deutschland. Neben Bott und Sortimo zählen auch Würth und Aluca zu den gelisteten Herstellern. Damit sollen unterschiedliche Branchenanforderungen – etwa im Elektrohandwerk, SHK-Bereich oder in Serviceflotten – abgedeckt werden.
Andreas Mayer, Country Director von Abarth, Fiat und Fiat Professional sowie Leiter von Stellantis Pro One in Deutschland, erklärte, man wolle „geprüfte Umbauten direkt ab Werk anbieten“. Das könne Lieferzeiten verkürzen und die Qualität vereinheitlichen. Die digitale Abwicklung ermögliche zudem eine durchgängige Nachverfolgung von Bestellung, Ausbau und Auslieferung.
Für Handwerksbetriebe könnte das Programm vor allem Zeitgewinn und Planungssicherheit bieten: Die Fahrzeuge werden laut Stellantis bereits ab Werk vollständig ausgestattet ausgeliefert und seien dadurch sofort einsatzbereit – zusätzliche Umrüstungen beim Händler oder Drittanbieter entfielen.
Auch Fuhrparkverantwortliche dürften profitieren. Einheitliche Qualitätsstandards, klar kalkulierbare Kosten und weniger organisatorischer Aufwand sprächen für das Konzept. Durch die Integration ins Einrechnungsgeschäft blieben zudem Garantieansprüche, Restwerte und Finanzierungsvorgaben transparent nachvollziehbar.
Mit „Custom Fit Personalization“ setzt Stellantis Pro One ein bereits auf der IAA angekündigtes Vorhaben um. In Kooperation mit Bott, Sortimo und weiteren Partnern bietet der Hersteller branchenspezifische Ausbauten direkt ab Werk – ein Schritt, der Handwerksbetrieben und Flotten mehr Effizienz und Standardisierung ermöglichen dürfte.