Die gemeinsam von Audi und Porsche entwickelte Premium Platform Electric (PPE) bekommt mit dem Audi A6 e-tron Zuwachs. Das Modell rollt als Sportback und Avant an. Audi rechnet mit einem Flottenanteil von um die 50 Prozent.
Der neue A6 e-tron ist das erste Modell auf der Plattform mit Flachbodenkonzept. Im Vergleich zum Audi Q6 haben die Entwickler das Fahrwerk (Luftfederung samt geregelter Dämpfung auf Wunsch) nochmal deutlich schärfer abgestimmt. Das zeigt sich überdeutlich bei den Testfahrten auf den bergigen und kurvenreichen Straßen auf Teneriffa. Der A6 e-tron performance als Avant mit Heckantrieb wieselt um die Ecken, dass es eine Freude ist. Trotz der sportlichen Performance werden Unebenheiten der Fahrbahn und Querrillen locker absorbiert. Wer richtig flott unterwegs ist, der weiß, dass der Verbrauch entsprechend steigt. Doch die vielen Bergabpassagen mit entsprechender Rekuperation haben dazu geführt, dass schließlich ein Wert von 25,5 kWh auf der Verbrauchsanzeige abzulesen war. Das ist weit weg vom WLTP-Wert 17 kWh, bei dem allerdings der Wagen auch nicht derart gefordert wird. Bei ruhigerer Fahrweise sollte die Marke von 20 kWh knapp zu unterbieten sein. Die maximal angegebene Reichweite von mehr als 700 Kilometern ist damit aber ebenfalls nicht zu erreichen. Doch um die 500 Kilometer sind machbar, wenn der Akku zuvor vollgeladen war.
Beim ebenfalls gefahrenen Audi S6 e-tron mit quattro-Antrieb sind es dann doch eventuell ein paar Kilometer weniger. Hier stehen 370 kW (503 PS) zur Verfügung. So sprintet der S6 mit Launch Control in 3,9 Sekunden auf Tempo 100, schafft in der Spitze 240 Kilometer pro Stunde. Die anderen A6-Vertreter - Marktstart in der fünften Kalenderwoche 2025 - die allesamt bis Tempo 210 beschleunigen, sind keinesfalls schwach motorisiert. Vorläufiges Basismodell ist der A6 e-tron mit Heckantrieb und 210 kW, der den Standardsprint in sechs Sekunden absolviert. Die ebenfalls über die Hinterräder angetriebene Performance-Variante rollt mit 270 kW (367 PS) vor und erreicht nach 5,4 Sekunden die Marke 100. Nochmal fast exakt eine Sekunde schneller ist der Performance mit quattro-Antrieb.
Im Einstiegsmodell kommt ein Akku mit einer Kapazität von 83 kWh (netto 75,8 kWh) zum Einsatz. Alle anderen Versionen sind mit einer Lithium-Ionen-Batterie bestückt, die eine Brutto-Speicherkapazität von 100 kWh (netto 94,9 kWh) hat. Die maximale Ladeleistung an entsprechenden Säulen liegt bei bis zu 270 kW (Basis 225 kW). So lassen sich in zehn Minuten je nach Batterie bis zu 310 Kilometer Reichweite nachladen. In 21 Minuten steigt der State of Charge (SoC) von 10 auf 80 Prozent. An der Wallbox kann mit einer Ladeleistung von elf kW geladen werden. Wichtig für die Reichweite ist außer dem Luftwiderstandsbeiwert - 0,21 beim Sportback und 0,24 beim Avant - auch die Rekuperation. Die liegt je nach Temperatur und Ladezustand der Batterie bei bis zu 220 kW. Integriert ist ebenfalls die Möglichkeit der zweistufigen Schubrekuperation bis hin zum One-Pedal-Driving, die über die Paddels am Lenkrad gesteuert werden kann.



Die Gestaltung des Innenraums ist mit der des Audi Q6 e-tron fast identisch. So besteht das MMI Panoramadisplay im Curved Design und in OLED-Technologie aus dem 11,9 Zoll große Virtual Cockpit sowie dem 14,5 Zoll großen MMI Touchdisplay. Auf Wunsch gibt es ein 10,9 Zoll großes MMI Beifahrerdisplay sowie das Augmented Reality Head-up-Display. Aufgrund des Radstands von 2,95 Metern können es sich großgewachsene Personen auch auf der Rückbank des 4,93 Meter langen, 1,92 Meter breiten (ohne Außenspiegel) und 1,49 Meter (Avant 1,53 Meter) hohen A6 e-tron bequem machen. Zudem gibt es reichlich Platz fürs Gepäck. Im Sportback steht hinter der samt Heckscheibe weit öffnenden Klappe ein Stauraum von 502 Litern zur Verfügung, der bei umgeklappten hinteren Lehnen auf bis zu 1.330 Liter vergrößert werden kann. Im Avant sind es zwischen 502 und 1.422 Liter. Und wie schon im Q6 e-tron hat auch der A6 e-tron einen Frunk. Das Fach unter der vorderen Haube hat eine Größe von 27 Litern. Bei der Anhängelast stehen Stromer dem A6-Verbrenner in nichts nach. 2,1 Tonnen können an den Haken genommen werden.
Serienmäßig sind der Parkassistent plus, eine Rückfahrkamera, der verkehrszeichenbasierte Geschwindigkeitsbegrenzer, die kamerabasierte Verkehrszeichenerkennung, der adaptive Geschwindigkeitsassistent, die Einparkhilfe plus mit Distanzanzeige sowie die Ablenkungs- und Müdigkeitserkennung integriert. Rädergrößen zwischen 19 und 21 Zoll stehen zur Wahl. Die Preise für den A6 e-tron starten ab 52.773 Euro (Preise netto zzgl. USt.) für den Sportback mit dem kleineren Akku. Der A6 Sportback e-tron performance kostet 63.529 Euro, als quattro 67.058 Euro. Der S6 Sportback e-tron schließlich steht mit 83.613 Euro in der Preisliste. Für die Avant-Varianten müssen jeweils 1.386 Euro mehr investiert werden.



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