Die zweite Auflage hat deutlich zugelegt, nicht nur bei den Proportionen. Das neue Opel-Flaggschiff Grandland präsentiert sich modern und vielseitig bei Antrieb, Technik und Komfort.
Ist der Marke mit dem Blitz ein großer Wurf gelungen? So viel ist sicher: Der neue Grandland gilt zumindest in der Rüsselsheimer Zentrale als großer Opel, als Vorzeigemodell und Hoffnungsträger. Selbstbewusstsein hin, Vorschusslorbeeren her, wenn es zutrifft, dürfte sich das neue Flaggschiff der Marke bei 125 Jahren stattlicher Unternehmensgeschichte und veritabler Automobilhistorie in eine exklusive Ahnengalerie einreihen. Aber so weit ist es ja noch lange nicht. Anfang 2025 werden zunächst die Bestellbücher geöffnet. Im April soll dann das schmucke neue Aushängeschild (der Insignia wurde eingestellt) in die Opel-Showrooms rollen und dort für frischen Wind sorgen – erstmals auch voll elektrisch.
Und überhaupt, die zweite Grandland-Generation, das X in der Modellbezeichnung ist bei der Neuauflage verloren gegangen, vereint etliche Premieren und Alleinstellungsmerkmale auf sich. Als da wären: Opel ist der erste deutsche Hersteller, der nun sein gesamtes Produktportfolio komplett elektrifiziert hat. Im neuen Grandland werden erstmals europäische Batteriezellen verbaut, die in der neuen Gigafactory des Joint-Ventures Automotive Cells Company (ACC) im französischen Billy-Berclau Douvrin hergestellt werden. Der neue Grandland wird zudem in Eisenach (Thüringen) gebaut, entwickelt und designt wurde er in Rüsselsheim (Hessen). Das ist wichtig für die deutschen Momente im Stellantis-Kosmos und vor allem auch für den Fahrspaß. Denn der neue Grandland fährt deutsch, sprich ist in Sachen Straßenlage und Fahrdynamik absolut autobahntauglich. Aber dazu später mehr.
Das vielseitige Kompakt-SUV, das sich im oberen C-Segment ansiedelt, dürfte im Privatbereich speziell junge Familien ansprechen, wird aber gewiss besonders stark bei Dienstwagenfahrern nachgefragt sein; bietet er doch für diesen Bereich viele Vorzüge und ist somit gerade für Flotten und Fuhrparks eine zukunftsorientierte Wahl. Mit seinem breiten Angebot an elektrifizierten Antrieben, fortschrittlichen Technologien und praktischen Lösungen adressiert er zentrale Anforderungen an moderne Unternehmensmobilität. Unter der schicken Haube kann zwischen drei elektrifizierten Antriebsarten gewählt werden: Hybrid (HEV), Plug-in-Hybrid (PHEV) und vollelektrisch (BEV). Diese Vielfalt ermöglicht Fuhrparkmanagern eine flexible Anpassung an unterschiedliche Einsatzszenarien und Nutzerprofile. Die Nettopreise (alle zzgl. USt.) beginnen bei 30.588 Euro (HEV), 33.740 Euro für den PHEV und 39.286 Euro für die rein elektrische Variante. Zudem bietet der Grandland Electric als erstes Opel-Modell auf der STLA-Medium-Plattform laut Hersteller „imponierende Reichweiten“ von bis zu 582 km (WLTP) beim GS-Modell. Eine künftige Version mit 97 kWh-Batterie soll sogar bis zu 700 Kilometer ermöglichen. Die Schnellladefähigkeit mit bis zu 160 kW reduziert darüber hinaus Standzeiten und erhöht die Produktivität.
Des Weiteren sorgen ergonomische, von der AGR zertifizierte Sitze und innovative Assistenzsysteme wie der automatische Geschwindigkeitsregler mit Stop&Go-Funktion für Komfort und Sicherheit auf langen Strecken. Das neue Intelli-Lux-HD-Licht mit mehr als 50.000 Elementen verbessert zudem die Sicht bei Nachtfahrten. Damit nicht genug. Der vergrößerte Innenraum bietet mehr Beinfreiheit und ein Ladevolumen von bis zu 1.645 Litern. Praktische Features wie eine durchsichtige Pixel-Box zum induktiven Smartphone-Laden und zusätzliche Staufächer unterstützen die mobile Arbeit. Der Einsatz von recycelten Materialien im Innenraum und der Verzicht auf Chrom im Exterieur unterstreichen ferner den Nachhaltigkeitsaspekt, der für viele Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewinnt.
Und wie fährt sich das neue Marken-Flaggschiff? Sehr ordentlich. Dank der erhöhten Sitzposition lässt es sich bequem einsteigen. Vor allem aber lässt es sich höchst bequem und rückenschonend sitzen beziehungsweise reisen. Ein Komfort, der leidgeprüften Vielfahrern sehr gefallen dürfte. Sowohl die Hybridversionen als auch die Stromervariante machen einen guten Job. Der Opel liegt fest in der Hand, lässt sich direkt und präzise lenken, das Fahrwerk ist einwandfrei austariert und reagiert ausgewogen.
Naturgemäß fährt es sich im Sportmodus spürbar agiler und dynamischer, in der Eco-Stufe etwas zurückgenommener und beschaulicher. In rund neun Sekunden beschleunigt der Grandland auf Tempo 100, bei der E-Version sind die 345 Nm Drehmoment antriebsmäßig sofort da und machen immer wieder einfach großen Spaß. Auf der Schnellstraße ist sofort zu spüren, dass es sich um ein deutsches Fahrzeug handelt. Spurtfähigkeit und Handling sind bis 170 km/h autobahntauglich, dann ist allerdings abgeregelt Schluss. Die Assistenten unterstützen insgesamt so, wie Fahrer es sich wünschen – nicht zu viel, nicht zu nervig und immer dann da, wenn notwendig.
Fazit: Mit seiner Kombination aus Effizienz, Technologie und Praktikabilität positioniert sich der neue Opel Grandland als attraktive Option insbesondere für Flotten und Fuhrparks, die Wert auf zukunftssichere und nachhaltige Mobilität legen. Aber auch der eine oder andere Privatkäufer dürfte sich angesprochen fühlen.
Bei Opel gibt es in der Tat sehr viel Positives. Mit dem neuen Grandland präsentieren wir nicht nur unser neues Marken-Flaggschiff. Wir setzen gleichzeitig ein positives Statement für den Standort Deutschland und auch für unseren Konzern. Denn der neue Opel Grandland wurde in Rüsselheim entwickelt und designt. Gebaut wird er in unserem hochmodernen Werk in Eisenach. Das zeigt, dass sich Autos nachhaltig und kosteneffizient am Standort Deutschland herstellen lassen, sich Investitionen in die hiesige Autoindustrie lohnen. Das ist gerade in diesen Zeiten ein äußerst positives Signal, auch als traditionsreicher Arbeitgeber in der Region.
Opel ist ein wichtiger Teil der deutschen Industrie- und Automobilgeschichte. Und: Wir sind die einzige deutsche Marke im Stellantis-Konzern. Der neue Grandland ist der erste Opel, der mit europäischen Batteriezellen ausgestattet wird, die in der französischen ACC-Gigafactory hergestellt, nach Thüringen geliefert und dort zu Battery-Packs zusammengefügt werden. Wir sind zudem der erste deutsche Hersteller, der sein gesamtes Produktportfolio komplett elektrifiziert hat, somit in jedem Segment, in dem wir vertreten sind, auch mindestens ein rein batterieelektrisches Fahrzeug anbietet. Und der neue Grandland wird uns natürlich weiteren Schwung verleihen.
Der Grandland ist das neue Top-SUV von Opel. Er rundet unsere SUV-Palette von Mokka über den neuen Frontera ab. Er ist ein richtig großer Opel, ein vielseitiges SUV mit zahlreichen cleveren Lösungen und ein Modell für alle – vom Geschäftsmann, für die Familie, aber auch für einen jungen, ambitionierten Fahrer, der Lust auf ein klasse Auto hat, das richtig was hermacht.
Im Segment ist unser Lichtkonzept gewiss bemerkenswert und besonders. Es erhöht zudem die Sicherheit. Das gilt gewiss auch für spezielle Lichtdesignelemente wie den beleuchteten Schriftzug am Heck oder das illuminierte Marken-Logo vorne. So etwas hat bisher niemand. Nicht zu vergessen unser vorbildliches Sitzkonzept mit besonders komfortablen und gesundheitsförderlichen Sitzen, zertifiziert von Aktion Gesunder Rücken e.V.
Grundsätzlich geben wir keine Schätzungen in Bezug auf Zulassungszahlen ab. Wir können flexibel auf die Nachfrage unserer Grandland-Kunden reagieren, da wir alle Antriebsvarianten auf derselben Linie in Eisenach produzieren. Ich rechne mit einem höheren Gewerbeanteil und damit, dass der neue Grandland mindestens so erfolgreich wird wie sein Vorgänger.
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