Mit größerer Batterie und mehr Reichweite schickt jetzt Ford Pro sein erfolgreiches, voll elektrifiziertes Nutzfahrzeug-Zugpferd ins Transporter-Rennen.
Uuups, es gibt gute Nachrichten von Ford! Pkw? Nein, von Ford Pro! Die Nutzfahrzeugsparte der zuletzt arg gebeutelten Kölner glänzt mit für die Marke höchst erfreulichen Zahlen: Im ersten Halbjahr 2025 steigt Ford Pro zum Marktführer auf und befindet sich mit einem Marktanteil von 21,1 Prozent auf der Überholspur. „Wir sind jetzt bei den leichten und mittleren Nutzfahrzeugen die Nummer 1 in Deutschland“, verkündet Wilhelm Buchmüller, Leiter Flottenverkauf, ein wenig stolz. Einen gehörigen Anteil am Erfolg haben die elektrifizierten Lademeister, allen voran das Original, der Ford Transit, der auch vollelektrisch überzeugt. Diesen Eindruck gewinnen immer mehr Gewerbekunden, die nicht nur von den gesetzlichen CO2-Vorgaben, sondern ebenso von den förderlichen Charaktereigenschaften des E-Transit sich haben überzeugen lassen. Nicht unwesentlich dürfte dabei auch die Betrachtung der Gesamtkosten sein, hat der E-Transit doch im Vergleich zu seinem dieselangetriebenen Baureihen-Kollegen einen sehr ordentlichen und deutlich günstigeren TCO (Total Cost of Ownership). Und das allerbeste: Es macht auch noch richtig Spaß, den rein elektrischen, rund sechs Meter langen Zweitonner zu fahren.
Denn beim Fahrtermin zwischen Köln Bonn wartet die eine oder andere Herausforderung auf den vielseitigen Lademeister. Gleichwohl surrt der E-Transit unaufgeregt durch das Gewühl des Berufsverkehrs, schiebt sich behände auch durch enge Gassen und gleitet an roten Ampeln nahezu lautlos aus, um dann aus dem Stand kraftvoll wieder loszulegen. Insbesondere an Linksabbiegerspuren von Neben- auf Haupt- bzw. Schnellstraßen kommt das unmittelbar zur Verfügung stehende Beschleunigungspotential des E-Transit zur Geltung – souverän meistert er den Sprint in die Lücke. Wer hinter dem Steuer sitzt, spürt sofort: Hier ist ein großes Nutzfahrzeug am Werk, das sich trotzdem erstaunlich schnörkellos fahren lässt. Kein Wunder, denn unter der wuchtigen Hülle arbeitet ein kraftvoller E-Antrieb, der wahlweise 183 oder 269 PS bereitstellt, das maximale Drehmoment liegt bei satten 430 Newtonmetern – jederzeit direkt verfügbar. Gerade im Stop-and-Go der City fühlt sich das nach einem echten Fortschritt gegenüber einem traditionellen Selbstzünder an. Die Fahrwerksabstimmung mit MacPherson-Federbeinen vorn und Einzelradaufhängung hinten schluckt Kopfsteinpflaster und Bordsteinkanten bedenkenlos, dazu gibt es die entspannte Ruhe eines Elektroantriebs.
Von elementarer Bedeutung für gewerbliche Nutzer ist die Frage nach Reichweite und Ladezeiten: Mit der großen 89-kWh-Batterie (optional) schafft der E-Transit laut WLTP bis zu 402 Kilometer, selbst bei der kleineren 68-kWh-Version (Serie) sind noch bis zu 317 Kilometer drin. Wer zwischendurch Strom nachfassen muss, freut sich über die gesteigerte Ladeleistung: Stattliche 180 kW an der Schnellladesäule sorgen dafür, dass der Akku in weniger als 30 Minuten zu 80 Prozent gefüllt ist – ein echter Zeitgewinn im Berufsalltag. Auch an der Wallbox legt der Ford-Transporter ein Tempo an den Tag, wie es bislang im Segment Seltenheitswert hat: Mit bis zu 22 kW serienmäßiger AC-Ladeleistung dauert eine Komplettladung weniger als sechs Stunden statt vorher rund acht Stunden mit 11 kW.
Moderne Konnektivität kommt ebenfalls nicht zu kurz. Ford liefert den neuen E-Transit serienmäßig mit 5G-Modem aus. Updates gibt’s over the air (OTA), zudem nimmt die zentrale Ford-Pro-Telematik Fuhrparkmanagern eine Menge Verwaltungsaufwand ab und hilft, Kosten wie Ladezyklen im Blick zu behalten. Die Praxis-Orientierung zieht sich durch das gesamte Konzept: Über die Pro-Power-Onboard-Funktion stehen auf Wunsch bis zu 2,3 kW aus der Fahrzeugbatterie zur Verfügung, ideal um Werkzeuge direkt auf der Baustelle mit Energie zu versorgen.
Auch beim Platzangebot werden keine Kompromisse gemacht. Je nach Variante – ob als Kastenwagen, Doppelkabine oder Fahrgestell – warten zwischen 11 und 15,1 Kubikmeter Ladevolumen sowie eine maximale Nutzlast von bis zu 1.783 Kilogramm auf ihren Einsatz. Für Handwerksbetriebe, Lieferdienste oder kommunale Flotten ergibt sich so eine nach wie vor bemerkenswerte Vielseitigkeit, gepaart mit dem Wissen, lokal emissionsfrei unterwegs zu sein.
Den Alltag erleichtert der E-Transit mit etlichen Assistenzsystemen: Spurhaltehelfer, Notbremssystem, 360-Grad-Kamera und ein intelligenter Tempomat erhöhen die Sicherheit und den Komfort. Wartungsintervalle von zwei Jahren ohne Kilometerbegrenzung und acht Jahre Garantie auf die Hochvoltbatterie unterstreichen, dass Ford hier eine Investition für die Zukunft bietet.
Ob auf der engen City-Runde oder auf der Landstraße, ob für den schnellen Werkzeugtransport oder als rollendes Büro – der E-Transit zeigt, dass Elektromobilität und Arbeitsalltag bestens zusammenpassen können. Seine ausgewogene Balance aus Praxistauglichkeit, Reichweite und Komfort dürfte künftig noch häufiger für entsprechende Spannung und Strom auf den Baustellen sorgen. Die Preise für die neuen Versionen des E-Transit starten als Kastenwagen bei 65.990 Euro netto (alle Preise zzgl. USt.) und als Fahrgestell bei 64.590 Euro.



