Mit dem ID. Polo gibt Volkswagen einen Ausblick auf seine künftigen Innenräume. Weniger Touch, mehr Tasten und eine neue Software-Generation stehen im Fokus.
Mit dem ID. Polo hat Volkswagen Anfang Januar einen ersten Einblick in seine neue Cockpit-Generation gegeben. Die seriennahe Studie soll zeigen, wie künftige ID.-Modelle im Innenraum gestaltet sein könnten. Nach Angaben des Herstellers basiert das neue Konzept maßgeblich auf Rückmeldungen von Kundinnen und Kunden.
Im Mittelpunkt steht eine deutlich veränderte Bedienlogik. Volkswagen setzt wieder stärker auf physische Tasten für zentrale Funktionen und kombiniert diese mit großen Displays und einer neuen Software-Architektur. Ziel sei eine einfachere, intuitivere Nutzung während der Fahrt.
Statt einer konsequenten Touch-Bedienung kommen im ID. Polo wieder klassische Bedienelemente zum Einsatz. Separate Tasten steuern unter anderem die Klimafunktionen, ergänzt durch ein neu gestaltetes Multifunktionslenkrad mit klar abgegrenzten Tastenfeldern. Volkswagen spricht von einer Rückbesinnung auf vertraute Bedienmuster, die weiterentwickelt worden seien.
Das Cockpit ist horizontal aufgebaut und wird von zwei Bildschirmen dominiert: einem 10,25 Zoll großen Digitalinstrument hinter dem Lenkrad sowie einem rund 13 Zoll großen Infotainmentdisplay in der Mitte. Letzteres soll aufgrund seiner Position auch vom Beifahrer gut erreichbar sein. Unterhalb des Screens sind feste Tasten für zentrale Funktionen angeordnet. Ergänzt wird das Konzept durch einen physischen Drehregler für die Audio-Bedienung.
Mit dem ID. Polo soll eine neue Software-Generation eingeführt werden. Volkswagen nennt Funktionen wie erweitertes One-Pedal-Driving sowie eine neue Ausbaustufe des Travel Assist. Dieser könne künftig auch rote Ampeln und Stoppschilder erkennen. Ob und in welchem Umfang diese Funktionen serienreif umgesetzt werden, bleibt abzuwarten.




Ein auffälliges Detail sind die sogenannten Retro-Anzeigen. Per Tastendruck lassen sich die digitalen Instrumente in Darstellungen umschalten, die optisch an den ersten Golf erinnern. Volkswagen beschreibt dies als bewusst gesetztes Extra, das dem ansonsten sachlich gestalteten Cockpit eine emotionale Note geben soll.
Der ID. Polo wird als seriennahe Studie gezeigt und ist derzeit nicht bestellbar. Volkswagen betont jedoch, dass das gezeigte Interieur die Grundlage für kommende ID.-Modelle bilden soll. Für Fuhrparks dürfte vor allem relevant sein, ob die angekündigte Rückkehr physischer Bedienelemente und die neue Software im Alltag tatsächlich zu mehr Übersicht, Bedienkomfort und Sicherheit führen. Das wird sich erst mit den Serienfahrzeugen zeigen.