Auch Jeep kommt an CO2-Vorgaben nicht vorbei. Deshalb bekommt der Jeep Cherokee einen neuen Vierzylinder-Benziner – eine gute Wahl für den Fuhrpark.
Von Timo Bürger
Dass der Jeep Cherokee vor allem auf unbefestigten Wegen erste Wahl ist, verwundert nicht: Egal, ob Matsch, Stein oder Schotter – mit vier serienmäßigen Fahrprogrammen (Selec-Terrain), optional drei Allradsystemen und einem Niveau-regulierenden Fahrwerk lässt sich nahezu jede Steigung und jedes Gefälle kinderleicht bewältigen. Der Jeep Cherokee ist eben mehr Geländewagen als SUV.
Dienstwagenberechtigte werden den Cherokee aber nur in Ausnahmefällen durchs Gelände bewegen. Umso besser - denn auch auf der Straße macht der robuste Italo-Ami eine gute Figur: Der neue 272 PS starke Turbobenziner 2,0l T-GDI hängt (nach einem Mini-Turboloch) klasse am Gas, ist bärenstark und macht den Pentastar-Sechszylinder des Vorgängers schnell vergessen. Zudem lässt sich der fast zwei Tonnen schwere Geländegänger erstaunlich leicht steuern und rangieren. Nur manchmal kann sich die Neungang-Wandlerautomatik nicht entscheiden, ob sie einen Gang nach oben schaltet oder lieber unten bleibt.
Die Allrad-Systeme koppeln Hinterachse und Kardanwelle vom Antrieb ab, wenn der Grip nicht benötigt wird; so lässt es sich auch auf Asphalt noch einigermaßen ökonomisch unterwegs sein. Zum Spritknauserer wird der Cherokee aber dennoch nicht – mit gut zehn Litern Verbrauch sollte im Praxisbetrieb kalkuliert werden.
Man sitzt sehr kommod im üppig gepolsterten Nappaleder Gestühl: Dank Sitzventilation (optional, die Sitzheizung dagegen ist in Serie enthalten) bleibt das Hemd des Fahrers auch in diesen heißen Junitagen weitgehend trocken. Die elektrisch 4-fach einstellbare Lordosenstütze ist serienmäßig und macht auch längere Autofahrten nicht zur Qual. Auch die sonstige Gestaltung des Innenraums gefällt – trotz des Einsatzes von Plastik.
Transportgut lässt sich schnell und sicher verstauen. Und ein bisschen mehr als beim Vorgänger, denn der Kofferraum bietet nun 570 Liter Volumen. Vier metallene Verzurrösen bietet Jeep an plus vier (recht einfach wirkende) Plastik-Taschenhaken an den Kofferraum-Innenseiten. Die Rücksitzbank lässt sich im Verhältnis 60:40 umklappen und verschieben - serienmäßig. Die Heckklappe öffnet und schließt elektrisch, die Taste dafür befindet sich – das ist ungewöhnlich – nicht an der Heckklappe, sondern an der Kofferrauminnenseite.
Serienmäßig bietet Jeep für sein Mittelklasse-SUV folgende Features an: Immer an Bord sind das Allradsystem Jeep Active Drive 1 (ohne Geländeuntersetzung), Voll-LED-Scheinwerfer, 2-Zonen-Klimaautomatik, die Isofix-Vorbereitung für die hinteren äußeren Sitze sowie Park-, Totwinkel- und Spurhalteassistent.
Auch in Sachen Infotainment und Kommunikation lässt sich Jeep nicht lumpen: Neben dem 506 Watt starken Alpine-Soundsystem ist das Uconnect-Infotainmentsystem mit 8,4 Zoll großem Bildschirm (sowie Apple CarPlay und AndroidAuto) immer verbaut.
Ab 49.500 Euro ist der Jeep Cherokee mit dieser Motorisierung zu haben. Dafür bekommen User-Chooser oder Fuhrparkmanager ein robustes, geländegängiges und gleichsam bequemes Allrad-Fahrzeug, in dem sich auch längere Fahrten bestens zurücklegen lassen.






