Elektrisch, urban und auch weiterhin bereit für Abenteuer. Jeep hat sein Volumenmodell Compass neu aufgelegt. Die dritte Auflage ist ab sofort bestellbar und ab Januar 2026 bei den Händlern.
Aus Europa, für Europa. Ist Jeep eigentlich noch eine US-amerikanische Marke? Vor allem, wenn man mit Italienern spricht, irgendwie nicht. Seit sich vor einigen Jahren FCA Chrysler einverleibt hat und Jeep das Trikot der alten Dame Juve, spricht des Rekordmeisters aus Turin ziert, nimmt die Europäisierung anscheinend ihren steten Lauf. So auch beim kompakten Compass, der in Europa entworfen und entwickelt wurde. Verstärkend kommt hinzu, dass das kernige C-SUV auch noch im süditalienischen Melfi vom Band läuft.
Vom Vorgänger konnten im letzten Jahr trotz des frühen Produktionsende im April 2024 laut Herstellerangaben rund 12.000 Einheiten abgesetzt werden. Die neue Generation des Compass, der in normalen Jahren in der Vergangenheit für einen Jahresabsatz von durchschnittlich etwa 6.000 bis 7.000 Fahrzeugen gesorgt hat, soll laut Luigi Saia, Geschäftsführer von Jeep Deutschland, hingegen einen deutlichen Sprung für die Marke bedeuten: „In Zukunft sollte der Compass etwa die Hälfte des Gesamtvolumens ausmachen, davon dürften etwa 20 Prozent rein elektrisch sein. Natürlich setzen wir auch große Erwartungen in die Allrad-Variante, die wir zur Jahresmitte 2026 auf den Markt bringen.“ Diese Prognose unterstreicht, welchen Stellenwert Jeep dem neuen Compass zuweist.
Demnach könnte der neue E-Compass also tatsächlich im Wortsinne elektrisierend wirken. Gleichwohl setzt Jeep bei seinem Topseller auf ein breites Antriebsangebot. Neben der neuen BEV-Version mit 231 PS (ab 40.252 Euro, alle Preise netto zzgl. USt.) wird auch eine ebenfalls frontgetriebene e-Hybrid-Variante mit 145 PS (ab 33.193 Euro) offeriert. Voraussichtlich Anfang Dezember sollen dann die Orderbücher für den Compass Elektro Long Range mit 231 PS (ab 43.193 Euro) und Plug-in-Hybrid (PHEV) mit 195 PS (ab 36.471 Euro) geöffnet werden. Das Topmodell als 4xe-Version mit Allradantrieb und 375 PS soll dann 2026 folgen (Preise bei Veröffentlichung noch nicht kommuniziert).
Damit sieht sich Jeep gut aufgestellt im heißumkämpften und nach wie vor wachsenden C-SUV-Segment, denn der Compass könnte durchaus auch für Flotten und Fuhrparks interessant sein. Der Auftritt ist charakterstark, die Linien sind klar konturiert und die Markenidentität unverkennbar. Gerade Gewerbekunden, die nicht nur abseits normaler Wege fahren müssen oder wollen und fern ab des üblichen, grauen Dienstwagen-Mainstreams unterwegs sein wollen, dürften Gefallen am neuen Compass finden – vereint er doch Qualität und Nutzwert, Komfort und einen Hauch Abenteuerlust. Mit 345 Nm sofort anliegendem Drehmoment gespeist aus einer 74-kWh-Batterie lassen sich selbst auf engen, einspurigen Landstraßen Schleicher und Trödler problemlos überholen. Bis zu 500 Kilometern Reichweite (WLTP) sprechen ohnehin für sich. Zudem bietet die ordentliche Ladeleistung – dank 160-kW-Schnellladung sind bis zu 80 Prozent der Batterie in rund 30 Minuten gefüllt – notwendige Flexibilität für eng getaktete Vielfahrer und Unternehmenskunden.
Darüber hinaus widersprechen sich beim neuen Compass digitales Know-how und Offroad-Kompetenz nicht – viel mehr sie verschmelzen miteinander: Fahrwerksabstimmung, Selec-Terrain-System und 200 Millimeter Bodenfreiheit garantieren Alltagstauglichkeit in der Stadt, sichere Autobahnetappen und kein nervöses Zucken, sobald das Asphaltband endet – ein echter Allrounder auch fürs Business.
Im Innenraum wiederum grenzt der Compass den Alltag vom Abenteuer elegant ab. 10,25 Zoll volldigitales Kombiinstrument, riesiger 16-Zoll-Touchscreen, Head-up-Display sowie eine vollständige digitale Nutzeroberfläche – inklusive Integration smarter Dienste und ChatGPT sorgen für entsprechende Funktionalität und Komfort beim Fahren und für das Flottenmanagement zugleich. Auf diese Weise können unter anderem das Laden, die Vorklimatisierung und auch sicherheitskritische Funktionen digital geplant und gesteuert werden. Das Konnektivitäts- und Sicherheitspaket punktet mit Level-2-Autonomie-Features, adaptiven Assistenten, teilautomatisierten Spurwechseln und flotten-freundlicher Ferndiagnose. Die Variabilität im Innenraum, die um 20 Millimeter verbesserte Beinfreiheit im Fond, bis zu 550 Liter Kofferraumvolumen plus 34 Liter Ablagefläche vorn sowie langlebige Materialien sprechen für Nachhaltigkeit sowohl bei harten gewerblichen Einsätzen als auch im Komfort alltags.
Der Jeep Compass unterstreicht seine Wandelbarkeit als Ganzjahresauto, vollstreckt mit Allradtechnik gelassen Offroadtouren wie Geschäftstermine und könnte zumindest in der rein elektrischen BEV-Variante für mobile Unternehmen ein Aushängeschild für ökologisches Verantwortungsbewusstsein darstellen. Der One-Pedal-Drive erleichtert den insbesondere den städtischen Stopp-and-Go-Betrieb mit intuitiver Lenkpräzision – ein Argument, das, ebenso wie die digitale Integration für Fuhrparksoftware, dem Gewerbekunden direkten Mehrwert liefert.
Der Einstiegspreis bleibt im Segment wettbewerbsfähig, wenn gleich auch ambitioniert. Weitere Pluspunkte liefern die gute Aerodynamikwerte, das effiziente Thermomanagement und die wartungsarme, robuste Fahrwerksarchitektur samt 360-Grad-Karosserie-Rundschutz – eher ein ideeller Wert kommt mit der authentischen Markenidentität zum Tragen. Bei Flotte und Co. sieht Jeep die Zielgruppe vor allem bei Firmenvertretern mit Kundenbesuch im ländlicherem Raum, bei staatlichen und öffentlichen Flotten (Waldförster, Feuerwehr, Bundeswehr, Tier- und Landärzte, Landschaftsbauern), Bauern sowie bei Autovermietern.

