Kia hat den XCeed zum zweiten Mal überarbeitet. Das Modell kommt auch bei Geschäftskunden gut an. Der Flottenanteil liegt bei etwa 25 Prozent.
Es ist das inzwischen zweite Facelift des 2019 in Deutschland eingeführten XCeed. Seit dem Markstart konnte Kia in Europa 276.000 Einheiten, davon mehr als 45.000 in Deutschland, verkaufen. Für das neue Modelljahr haben die Designer den XCeed umfassend überarbeitet. So präsentiert sich der Crossover mit komplett neuer Front- und Heckpartie. Das Gesicht trägt jetzt die aktuellen Züge aller neuen Kia-Fahrzeuge. Die veränderte Gestaltung der Motorhaube, des Frontgrills, des Stoßfängers, des großen Lufteinlasses sowie der Scheinwerfer samt den weit außen platzierten Tagfahrlichtern führt zu einem deutlich kraftvolleren Erscheinungsbild des XCeed.
Dazu trägt auch der um weitere 15 Millimeter verkürzte vordere Überhang bei. Die neu gezeichneten Rückleuchten ziehen sich über die gesamte Breite des Hecks – lassen es optisch breiter wirken. Im Zusammenspiel mit dem veränderten Design der Kofferraumklappe sowie des hinteren Stoßfängers wirkt die Karosserie des XCeed alles in allem gefälliger und – je nach Geschmack – auch attraktiver als bisher. Die Familien-DNA von Kia zeigt sich nun auch im Innenraum des XCeed. Das Panoramadisplay vereint zwei jeweils 12,3 Zoll große Screens.
Vor dem Platz am Steuer sind die wichtigsten Fahrdaten zu sehen, direkt daneben der Touch-Bereich für das Infotainmentsystem. Direkt unterhalb des rechten Screens ist nun neu eine Multi-Mode-Bedieneinheit angesiedelt. Drehregler und Sensortasten erleichtern den direkten Zugriff unter anderem auf die Einstellungen der Klimaautomatik und der Infotainmentfunktionen. Ein Pluspunkt für die Sicherheit, weil dadurch die Bedienung über den Touchscreen während der Fahrt reduziert wird. Zudem ist auf dem neuen Zweispeichen-Lenkrad außer einigen anderen Bedienelementen auch der Schalter, um die gut funktionierende Sprachbedienung zu aktivieren.
Parallel zur technischen Aufwertung haben die Gestalter auch die Wertigkeit der Materialien im Innenraum angehoben. Das zeigt sich beispielsweise an der Verkleidung der Türen oder den neuen Sitzbezügen. Apropos Sitze: Sie sind gut gepolstert und bieten damit Komfort für längere Fahrten. Wer dabei auf der Rückbank Platz nimmt, hat wie gehabt ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Keine Veränderungen gibt es auch beim Volumen des Kofferraums. Der fasst beim hier gefahrenen 85 kW (115 PS) starken Einliter-Dreizylinder mit 48-Volt-Technologie 380 Liter und kann bei vorgeklappten hinteren Lehnen auf bis zu 1.332 Liter vergrößert werden.




Bei den Antrieben für den Kia XCeed hat es keine Veränderungen gegeben. Einstieg ist nach wie vor der nicht elektrifizierte Einliter-Dreizylinder mit 85 kW und Sechsgang-Schaltgetriebe. Die anderen drei Motorversionen sind mit einem Siebenstufen-Doppelkupplungsgetriebe ausgestattet. Die Kraft der Triebwerke wird immer auf die Vorderachse übertragen. An der Spitze steht der 1,6 T-GDI mit 132 kW (180 PS). Das Triebwerk ist zudem mit 110 kW (150 PS) im Angebot.
Für Flotten dürfte insbesondere der Mildhybrid interessant sein. Antrieb und Durchzug überzeugen. Für einen Dreizylinder sind die Arbeitsgeräusche erfreulich leise. Lediglich unter Volllast, sprich beim heftigen Beschleunigen, wird’s laut. Für das Aggregat gibt Kia einen WLTP-Verbrauchswert von 6,3 Litern an. Unverändert geblieben ist die eher komfortable Abstimmung des Fahrwerks. Dennoch lässt sich der Crossover auch sportlich bewegen. Dazu tragen unter anderem die direkt ansprechende Lenkung und der Sportmodus bei. Serienmäßig stattet Kia alle XCeed unter anderem mit Navigation, 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfern, Klimaanlage, Rückfahrkamera, Parksensoren vorn und hinten, beheizbaren Außenspiegeln sowie einer Reihe von Assistenzsystemen aus.
Ganz neu im Kia-Angebot ist der Seltos, weltweit nach dem Sportage das zweiterfolgreichste Modell des Herstellers. Das kompakte SUV ist mit einer Länge von 4,43 Metern elf Zentimeter kürzer als der Sportage, bietet im Innenraum aber aufgrund des Radstands von 2,69 Metern ein großes Platzangebot. Das gilt auch für den Kofferraum, der von 536 bis auf 1.511 Liter vergrößert werden kann.
Optisch ist der Seltos auf Anhieb als Kia zu erkennen. Front, Seitenansicht und Heck zeigen deutlich die Familienzugehörigkeit. Zum Start ist der Seltos allerdings lediglich mit einer Motorisierung zu haben. Der 1,6-Liter-Benziner leistet 132 kW (180 PS) und wird wahlweise mit Front- oder Allradantrieb angeboten. Die Kraft wird entweder über eine Sechsgang-Schaltung (nur beim Fronttriebler) oder über ein Siebengang-DSG-Getriebe übertragen.
Ende des Jahres wird Kia den Seltos mit einem für die Flotte interessanten Hybridantrieb anbieten. Dann werden wir uns ausführlich mit dem Modell beschäftigen. Das jetzt angebotene Modell steht serienmäßig bereits umfangreich unter anderem mit 18-Zoll-Alurädern, Panoramadisplay und elektrisch verstellbaren Sitzen zum Basispreis von 28.731 Euro (Netto) in der Liste.

