Trotz wachsender Elektromobilität bleibt das Angebot an Kleinwagen mit Verbrennungsmotor groß. Fünf Modelle zeigen die Bandbreite von günstig bis komfortorientiert.
Vor allem im städtischen Umfeld werden Kleinwagen mit klassischen Antrieben weiterhin rege nachgefragt. Neben überschaubaren Anschaffungskosten sprechen auch die Alltagstauglichkeit und die Modellvielfalt für diese Fahrzeugklasse. Fünf Beispiele aus dem aktuellen Angebot verdeutlichen hier unterschiedliche Schwerpunkte.
Der Dacia Sandero zählt zu den preisgünstigsten Angeboten. In Deutschland beginnt er bei rund 12.700 Euro. Dafür müssen Käufer Abstriche bei Ausstattung und Materialien in Kauf nehmen. In höheren Ausstattungslinien wie „Stepway“ mit Crossover-Elementen steigt der Preis auf etwa 15.100 Euro, bleibt aber im Wettbewerbsvergleich niedrig. Neben Turbobenzinern steht auch eine Autogas-Variante zur Wahl, zudem ist eine stufenlose Automatik verfügbar.
Der Hyundai i20 positioniert sich deutlich hochwertiger. Das Basismodell startet bei rund 22.000 Euro und bietet bereits Navigationssystem, Touchscreen inklusive Smartphone-Anbindung sowie Rückfahrkamera. Das „Trend“-Level bringt außerdem noch zusätzliches LED-Licht und 16-Zöller mit, kostet aber entsprechend mehr. Der Preis liegt hier bei 24.500 Euro. Der i20 kombiniert ein vergleichsweise großzügiges Platzangebot mit ausgewogenen Fahreigenschaften. Beim Antrieb setzt Hyundai auf einen Dreizylinder-Turbomotor mit 74 kW/100 PS, optional mit Mildhybrid-Technik und Doppelkupplungsgetriebe. Dann klettert der Preis allerdings auf 26.250 Euro.
Komfort steht beim Citroen C3 im Mittelpunkt. Der rund vier Meter lange Kleinwagen ist mit einer aufwendigen Federung ausgestattet, die Unebenheiten vergleichsweise gut ausgleicht. Das Einstiegsmodell kostet etwa 16.300 Euro, verzichtet jedoch auf klassische Displays im Cockpit und setzt stattdessen auf Head-up-Display und Smartphone-Lösungen. Eine höhere Ausstattung erreicht schnell die Grenze von 20.000 Euro. Neben klassischen Verbrennern ist auch eine Hybridversion mit serienmäßiger Automatik im Angebot.



Der Renault Clio präsentiert sich nach dem Facelift mit markanterem Design. Mit einem Einstiegspreis von rund 20.000 Euro zählt er nicht zu den günstigsten Modellen, bietet dafür aber eine solide Ausstattung und moderne Infotainmentlösungen. Das optionale Android-basierte System gehört zu den umfangreicheren Angeboten im Segment. Beim Antrieb reicht der Basismotor mit 84 kW/114 PS aus, während die Hybridvariante stärker und effizienter ist, jedoch mit Preisen ab etwa 24.500 Euro deutlich teurer ausfällt. Einschränkungen zeigen sich beim Platzangebot im Fond und im Kofferraum.
Eine Besonderheit im Segment stellt der Suzuki Swift dar. Er ist einer der wenigen Kleinwagen mit Allradantrieb auf dem deutschen Markt. Die Allgrip-Technik ist automatisch zuschaltbar und kann etwa bei schwierigen Fahrbedingungen Vorteile bringen. Mit einem Einstiegspreis von rund 22.800 Euro liegt der Swift im Mittelfeld. Der 3,86 Meter kurze Fünfsitzer bietet eine gute Übersichtlichkeit und ein geringes Gewicht, was zu agilem Fahrverhalten beiträgt. Schwächen zeigen sich beim Federungskomfort, der Geräuschdämmung sowie bei der vergleichsweise einfachen Innenraumgestaltung.


Die Beispiele verdeutlichen, dass Kleinwagen mit Verbrennungsmotor weiterhin unterschiedliche Anforderungen abdecken. Vom günstigen Einstieg über Komfortorientierung bis hin zu speziellen Eigenschaften wie Allradantrieb bleibt das Angebot breit gefächert. (sp-x)