Frühe Frischzellenkur: 2021 hat Toyota seine volumenstarke Yaris-Baureihe um den Cross erweitert. Jetzt macht das Update das Mini-SUV noch stärker als bisher.
The big Small – der große Kleine. Bereits zur Jahrtausendwende sorgte die erste Generation des Toyota Yaris bei ihrem Debüt sowohl in Japan als auch in Europa für viel Aufsehen. Etliche renommierte Preise, unter anderem Auszeichnungen zum „Auto des Jahres“ (zuletzt 2021), unterstreichen seine Güteklasse. Inzwischen bringt es Toyotas erfolgreicher Kleinwagen auf vier Generationen und mehr als zehn Millionen verkaufte Einheiten. Vor vier Jahren kam dann noch das Mini-SUV Cross hinzu.
Toyota vergrößerte dadurch nicht nur seine Yaris-Baureihe, sondern konnte nun auch einen aussichtsreichen Kandidaten ins begehrte und heißumkämpfte B-SUV-Segment schicken. Im japanischen Heimatmarkt debütierte das Crossover im Sommer 2020, bevor es dann im September des Folgejahres nach Europa kam. Rund 30 Monate später rollt nach einer kräftigen Frischzellenkur nun das Update zu den Händlern. Die frühe Modellpflege lehnt sich an die Auffrischung des gewöhnlichen Yaris an und erscheint aus Sicht des japanischen Autobauers nur folgerichtet. Beide Derivate stehen auf derselben Plattform und wenn eines der Geschwister ein Facelift erhält, gibt’s für den Baureihen-Bruder eben gleich eins mit. Alles in einem Abwasch sozusagen.
Und wer es eben etwas stylischer und robuster mag, findet im B-SUV Yaris Cross ein passenderes Gefährt, als in der Normalversion. Motto: Manche mögen’s „Cross“. Zudem profitiert insbesondere das Mini-SUV von der weiterentwickelten Motorenauswahl. Denn zum bewährten Einstiegshybrid mit 116 PS gesellt sich für das Modelljahr 2024 ab April nun ein weiterer durchzugsstarker Hybridantrieb, der Dynamik, Handling, Ansprechverhalten und Fahrspaß nochmals spürbar steigert. Deshalb geht es speziell bei der Topversion Yaris Cross GR Sport jetzt noch mehr zur Sache. Erstmals wird ein Hybrid der fünften Generation verbaut. Das Zusammenspiel von 1,5-Liter-Benziner und dem größeren und leistungsfähigeren Elektromotor-Generator steigert die Systemleistung um 12 Prozent auf nun 130 PS. Das Drehmoment legt sogar noch mehr zu, und klettert um satte 30 Prozent auf 185 Nm. Dadurch verkürzt sich der Sprint auf Tempo 100 um eine halbe Sekunde auf 10,7 Sekunden. Das direktere Ansprechverhalten und die schnellere, lineare Beschleunigung sorgen zudem für zügigere Überholvorgänge.
Obwohl der Cross, wie der normale Yaris auch, auf der Konzern-Plattform GA-B steht, sind seine Abmessungen spürbar größer: Er ist 24 Zentimeter länger (4,18 Meter), zehn Zentimeter höher (1,60 Meter), sieben Zentimeter breiter (1,77 Meter) und bietet 30 Millimeter mehr Bodenfreiheit. Lediglich der Radstand ist bei beiden mit 2,56 Meter identisch. Folge: Der fünfsitzige Cross ist geräumiger, die Kofferraum-Kapazität einschließlich des praktischen Unterflur-Staufachs beträgt 397 bis 1.097 Liter bei umgeklappten Rücksitzen (60:40). Für Komfort und Technik hat Toyota ebenfalls etwas springen lassen. Neben den üblichen optischen Retuschen gibt’s vor allem in puncto Fahrhilfen und Co. einige Verbesserungen. So liefert die sorgfältige Modellpflege mit der Erweiterung der Toyota Safety Sense Features sowie zusätzlichen und weiter entwickelten Fahrassistenten noch mehr Sicherheit. Zudem wird im Cockpit ein neues digitales Nutzererlebnis geboten. Herzstück ist eine individuell anpassbare Instrumentenanzeige im 7,0- oder 12,3-Zoll-Format sowie ein schnelleres und leistungsfähigeres Multimediasystem mit einem 9,0 oder 10,5 Zoll großen Bildschirm. Darüber hinaus soll ein verbessertes Geräusch- und Vibrationsniveau dem Fahrkomfort zugutekommen. Die Preise starten bei 28.540 Euro. Mit 39.600 Euro ist die Premiere Edition die teuerste Variante, gefolgt von der Topversion GR Sport, die ab 37.600 Euro zu haben ist.
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