Elektroauto oder Verbrenner? Der ADAC vergleicht die Kosten. Ergebnis: E-Autos lohnen sich nur bei bestimmten Nutzungsprofilen und eigenem Ökostrom.
Der Übergang zur Elektromobilität bringt zahlreiche finanzielle Aspekte mit sich. Besonders spannend ist der Vergleich zwischen Elektroautos und Verbrennern hinsichtlich der Gesamtkosten. Dieser Artikel beleuchtet, wann sich ein E-Auto lohnt – und wann nicht.
Elektroautos haben oft höhere Einstiegspreise als vergleichbare Benziner oder Diesel. Ein Beispiel: Der elektrische BMW iX2 kostet rund 50.000 Euro, während die Dieselvariante knapp 48.000 Euro kostet. Diese Differenz bleibt ein entscheidender Faktor für viele Käufer, trotz staatlicher Förderungen und Steuervergünstigungen, die teilweise auslaufen.
Im Betrieb punkten Elektroautos mit günstigeren Energiekosten. Während ein Benziner im Durchschnitt 12 Cent und ein Diesel 10 Cent pro Kilometer kostet, liegt ein E-Auto bei etwa 6 Cent pro Kilometer. Grund hierfür ist der niedrigere Strompreis pro gefahrenem Kilometer.
Auch bei Wartung und Reparaturen sind Elektroautos im Vorteil. Verschleißteile wie Ölfilter, Zündkerzen oder Auspuffanlagen entfallen bei E-Autos, was die Instandhaltungskosten erheblich reduziert. Allerdings müssen E-Auto-Batterien und die komplexe Elektronik regelmäßig überprüft werden.
Die Wertstabilität von Elektroautos ist ein komplexes Thema. Während viele Verbrenner einen konstanten, aber moderaten Wertverlust aufweisen, kann dieser bei E-Autos je nach Modell und Ladeinfrastruktur stark variieren. Fahrzeuge mit großer Reichweite und guter Ladegeschwindigkeit schneiden besser ab, während veraltete Modelle stark an Wert verlieren können.
Die Gesamtkostenbetrachtung zeigt: E-Autos können auf lange Sicht günstiger sein, besonders bei hoher jährlicher Fahrleistung und Nutzung von günstigem Ökostrom, z. B. aus Photovoltaikanlagen. Bei kurzen Nutzungszeiträumen oder im Kleinwagensegment haben Verbrenner oft noch die Nase vorn. Experten empfehlen, bei der Entscheidung das individuelle Nutzungsprofil genau zu analysieren und Modelle detailliert zu vergleichen.
Die Zukunft wird zeigen, wie die steigenden Energiekosten und technologische Fortschritte die Balance zwischen den beiden Antriebsarten verschieben. Klar ist, dass die Gesamtbetrachtung immer wichtiger wird – sowohl für den Geldbeutel als auch für die Umwelt. (ja)