Herbstzeit ist Dellenzeit: Dellen im Auto sind immer nervig. Noch schlimmer sind sie aber, wenn sie bei Leasingwagen auftreten. Denn hier können sie zusätzliche Kosten verursachen.
Die Rückgabe von Leasingfahrzeugen ist für viele Fuhrparkmanager ein neuralgischer Punkt. Während kleine Gebrauchsspuren im Rahmen bleiben, können unzulässige Schäden schnell zu hohen Nachzahlungen führen – insbesondere bei Dellen oder Lackschäden. Entscheidend ist dabei, die Bewertungskriterien der Leasinggeber und Hersteller zu kennen und rechtzeitig Maßnahmen zu ergreifen.
Nach gängiger Praxis und den meisten Herstellerrichtlinien gelten kleine Dellen mit einem Durchmesser von bis zu 20 Millimetern und einer Tiefe von maximal 1 Millimeter als normale Gebrauchsspuren – vorausgesetzt, der Lack ist nicht (zu doll) beschädigt und die Grundierung bleibt intakt. Solche Spuren müssen in der Regel nicht ersetzt oder bezahlt werden.
Anders sieht es bei größeren Dellen, Lackbeschädigungen oder unsachgemäßen Reparaturen aus. Diese gelten als übermäßige Abnutzung und führen bei der Fahrzeugrückgabe häufig zu kostenpflichtigen Nachforderungen.
Empfehlung: Weitere Tipps wie die Leasingrückgabe einwandfrei funktioniert haben wir Ihnen in folgendem Artikel zusammengefasst.
Fuhrparkmanager sollten daher bereits vor der Rückgabe eine systematische Vorauswertung der Fahrzeuge durchführen lassen. Empfehlenswert ist die Begutachtung durch einen Fachbetrieb für lackschadenfreie Dellenreparatur (Dellentechnik) oder Smart Repair.
Diese Reparaturmethoden ermöglichen es, kleinere Beschädigungen, wie etwa Dellen, Kratzer oder Steinschläge, kostengünstig und zeitsparend zu beheben, ohne ganze Karosserieteile neu zu lackieren. Damit bleibt der Originallack erhalten, was nicht nur den Aufwand reduziert, sondern auch den Restwert des Fahrzeugs positiv beeinflusst.
Ebenso wichtig ist die Prüfung des Leasingvertrags sowie des Rückgabekatalogs des Herstellers, um die akzeptierten Grenzwerte und Bewertungskriterien genau zu kennen. Bei versicherten Schäden, etwa durch Hagel, sollte zudem eine Abstimmung mit der Versicherung erfolgen, um die Kostenübernahme und mögliche Selbstbeteiligungen zu klären.
Eine sorgfältige Vorbereitung der Leasingrückgabe kann Fuhrparkverantwortlichen erhebliche Kosten und Diskussionen ersparen. Wer die Bewertungskriterien der Leasinggeber kennt, rechtzeitig prüft und kleine Schäden professionell beseitigen lässt, sichert nicht nur die Wirtschaftlichkeit des Fuhrparks, sondern auch reibungslose Rückgabeprozesse.