„E-Fuels sind keine Lösung für den Pkw-Bereich.“ Zu dem Ergebnis kommt eine aktuelle Metastudie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft. E-Fuels würden dem Wirkungsgrad von E-Mobilität weit unterliegen und die Umwelt stark belasten.
„Im Pkw-Verkehr sind E-Fuels keine Lösung: Sie kommen zu spät, in zu geringen Mengen und sind sehr teuer. Ihre geringe Effizienz und der hohe Ressourcenbedarf sind hinzu schlecht für die Umwelt.“ Zu dem Schluss kommt eine aktuelle Meta-Studie des Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft, in Auftrag gegeben von der Klima-Allianz Deutschland. Die Studie verweist darauf, dass E-Fuels nur dann klimaneutral seien, wenn der eingesetzte Strom emissionsfrei ist und das CO₂ aus der Atmosphäre stammt. Der Gewinnungsprozess sei insgesamt jedoch äußerst energieintensiv, sodass letztendlich deutlich mehr Energie benötigt werde, als der Kraftstoff für Autos liefern würde. Außerdem seien Fahrzeuge, die mit E-Fuels betrieben werden, E-Autos inpuncto Effizienz weit unterlegen. Letztere hätten einen Wirkungsgrad von 70 bis 75 Prozent, mit E-Fuels betriebene Fahrzeuge hingegen würden nur auf 13 bis 16 Prozent kommen.
Stefanie Langkamp, Geschäftsleiterin Politik der Klima-Allianz Deutschland, unterstreicht die Ergebnisse und fordert die Politik auf, an dem Plan für das Verbrenner-Aus 2035 festzuhalten: „E-Fuels im Pkw-Bereich sind eine Fata Morgana und definitiv keine Alternative zu E-Autos. Sie sind viel zu teuer, ineffizient und noch dazu umweltschädlich. Die Politik muss daher am EU-Kompromiss festhalten, fossile Verbrenner ab 2035 nicht mehr zuzulassen.”
Die Mobilitätsstrategien der Parteien für die Bundestagswahl 2025 legen indes unterschiedliche Schwerpunkte im Umgang mit dem Automobilsektor. Die CDU verlangt Technologieoffenheit, was auch E-Fuels umfasst, die SPD sieht E-Fuels in Pkw als Privileg für Spitzenverdienende und plädiert für E-Mobilität und die Grünen verweisen darauf, dass sich batterieelektrische Fahrzeuge im Pkw-Sektor und bei leichten Nutzfahrzeugen gegenüber anderen alternativen Antriebsarten durchgesetzt hätten. E-Mobilität müsse daher weiter unterstützt werden. Die Bundestagswahl 2025 mit einhergehender Koalitionsbildung wird zeigen, wie sich die Politik positionieren wird. Zumindest die Automobilwirtschaft wendet sich zur Zeit aktiv an die EU-Kommission und spricht sich aktiv gegen das Verbrenner-Aus 2035 aus.
Die Automobilwirtschaft reagiert auf das bevorstehende Verbrenner-Aus: