Ford bringt den Transit City in zwei Kastenwagen-Größen und erstmals als Fahrgestell mit Einzelkabine auf den Markt. Reichweite bis zu 254 Kilometer.
Mit dem Transit City erweitert Ford das Angebot seiner Transporterbaureihe um ein elektrisches Modell für urbane Einsätze. Das Fahrzeug kommt Ende des Jahres in zwei Kastenwagenvarianten sowie als Fahrgestellversion auf den Markt und kombiniert kompakte Abmessungen mit einem 110 kW Elektromotor und einer 56 kWh Batterie.
Der kürzere L1H1 ist auf beengte Innenstadtbereiche ausgelegt, insbesondere wenn Parkraum knapp ist. Er bietet einen rund 6 m³ großen Laderaum, in dem drei Euro-Paletten Platz finden. Die maximale Zuladung beträgt 1.085 Kilogramm. Zur serienmäßigen Ausstattung zählen ein strapazierfähiger Frachtraumboden, halbhohe Seitenwandverkleidungen und Verzurrösen.


Die längere und höhere L2H2-Variante verfügt über ein etwa 8 m³ großes Ladevolumen. Die Ladelänge liegt bei über drei Metern, ebenfalls mit Platz für drei Euro-Paletten. Die maximale Zuladung beträgt 1.275 Kilogramm. Beide Kastenwagenversionen sind mit einer vereinheitlichten Ausstattung ausgeführt, die Komplexität und Kosten reduzieren soll.


Zum ersten Mal bietet Ford in diesem Segment ein Fahrgestell mit Einzelkabine an. Es basiert auf optimierten Längsträgern, definierten Befestigungsbereichen und standardisierten elektrischen Schnittstellen. Das Modell ist für vielfältige Umbauten vorgesehen. Mehr als 200 zertifizierte Aufbauhersteller des europäischen Ford Converters Netzwerks – darunter 39 in Deutschland – unterstützen den Ausbau zu spezialisierten Fahrzeuglösungen.
Der Transit City nutzt eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie mit 56 kWh nutzbarer Kapazität. Die Reichweite beträgt bis zu 254 Kilometer nach WLTP. Schnellladen ist mit bis zu 87 kW möglich; im Durchschnitt lädt der Akku in 33 Minuten von zehn auf 80 Prozent. Zehn Minuten Schnellladen ermöglichen je nach Version bis zu 65 Kilometer zusätzliche Reichweite. Mit 11 kW lädt der Transit City in viereinhalb Stunden von 10 auf 80 Prozent.
Der 110 kW Motor ist auf urbane Fahrprofile abgestimmt. Eine One Pedal Drive Option ermöglicht rekuperierendes Verzögern bis zum Stillstand.
Zur Serienausstattung zählen Sitzheizung, schlüsselloses Starten, Notbremsassistent, Park Pilot Sensoren, Rückfahrkamera, Geschwindigkeitsregelanlage und Spurhalteassistent. Ein 12 Zoll Touchscreen ermöglicht die kabellose Smartphone Anbindung.
Das Modell wurde für eine Nutzungsdauer von zehn Jahren und 240.000 Kilometern getestet. Die Hochvoltbatterie ist für acht Jahre oder 160.000 Kilometer garantiert. Laut Ford sinkt der Wartungsaufwand gegenüber Dieseltransportern um etwa 40 Prozent; die Serviceintervalle liegen bei zwei Jahren oder 40.000 Kilometern. (ds)