Ein klasse Sechszylinder-Diesel qualifiziert den Bayern für lange Touren - was kann das Bayern-SUV Vielfahrern zudem bieten?
Von Timo Bürger
Wenn Sie wissen wollen, ob der BMW X3 für den Fuhrpark tauglich ist, dann klicken Sie einfach hier oder lesen in bfp fuhrpark & management, Ausgabe 7+8/2018, nach. Oder Sie befasen sich mit diesem Text.
Eine Empfehlung ohne Wenn und Aber ist der drei Liter große, 265 PS starke Sechszylinder. Das Aggregat bringt den immerhin fast zwei Tonnen schweren Bayer souverän auf Touren und läuft zudem so geschmeidig und akustisch zurückhaltend, dass man sich nicht in einem Fahrzeug mit Dieselantrieb wähnt, sondern in einem potenten Benziner.
Das ändert sich, wenn man etwas vehementer das Gaspedal traktiert. Dann mobilisiert der TwinPower-Turbo seine 265 PS beziehungsweise bulligen 620 Newtonmeter Drehmoment und treibt in Verbindung mit der Automatik Steptronic-Sport das bayerische Gefährt kontrolliert, aber doch sehr dringlich nach vorne. Ein bisschen hart muss man es aber mögen, denn das Auto ist selbst im "Comfort"-Modus straff abgestimmt. Vorteil: Auch in Kurven und Kehren lässt sich der Bayer kaum aus der Ruhe bringen.
Wirklich erfreulich – der X3 ist alles andere als ein durstiger Geselle: Mit 7,1 Litern Kraftstoffverbrauch im Schnitt müssen Fuhrparkmanager kalkulieren – ein sehr guter Wert für einen derartigen Koloss. Wer den Gasfuß noch etwas zähmen kann, wir gar mit einem Verbrauch unter sieben Litern belohnt. Bei einem fast 70 Liter großen Tank lässt sich also fast die Strecke Frankfurt - Hamburg und retour ohne Nachtanken bewältigen.
Nebenbei: Das ist tatsächlich etwa ein Liter weniger Dieselverbrauch als bei eingangs erwähnten BMW X3 xDrive20d aus dem vergangenen Jahr. Ein großvolumiger Sechszylinder muss also nicht zwangsläufig durstiger sein als ein kleinerer Vierzylinder.
Und ja, der BMW X3 ist ein formidabler Brocken. Das mag beim Rangieren und im Stadtverkehr zuweilen hinderlich sein, im Innenraum allerdings freuen sich die Passagiere über Platz in Hülle und Fülle. Ein Lob gibt es für die super-bequemen Sport-Ledersitze mit üppig Seitenhalt. Aus denen steigen Dienstwagen-berechtigte Vielfahrer auch nach stundenlangen Touren ohne Verspannungen am Rücken wieder aus.
Und noch ein Lob für die wertig anmutenden Materialien im Innenraum. Hier haben die Designer ein feines Händchen – der Innen(t)raum wirkt wie aus einem (Alu-)Guss: schick, cool und exquisit. Das war aber auch beim Modell im vergangenen Jahr nicht anders.
Von der Verspannung im Kreuz zum Spanngurt im Gepäckraum. Mit vier Ösen und zwei Klapphaken (alles serienmäßig) hat der bayerische Automobilhersteller sein Mittelklasse-SUV ausgestattet. Das Trennnetz ist allerdings nicht bei jeder Variante an Bord. Wer noch mehr Platz braucht: Eine ebene Fläche entsteht beim Umlegen der Lehnen – so bietet sich ein Volumen von 1.600 Litern.
In Serie (ab 46.850 Euro) bietet BMW folgende Features an: Automatische Heckklappenbetätigung, Regensensor sowie Geschwindigkeitsregelanlage und Park Distance Control beispielsweise.
Verzichten dagegen lässt sich gut und gerne auf das Head-up-Display (980 Euro) und die Gestiksteuerung für 250 Euro extra. Etwas nervig: Will man sein Smartphone via Apple CarPlay oder AndroidAuto nutzen, muss man sich zuerst die BMW App downloaden. Und vor allem 250 Euro Aufpreis bezahlen.
Unterm Strich bietet der BMW X3 alles, was von einem Premium-SUV erwartet werden darf: Das hochwertig verarbeitete Fahrzeug ist ebenso geräumig wie sportlich, hält sich aber gleichzeitig mit seinem Dieseldurst zurück. Sehen Sie, es hat sich doch gelohnt diesen Beitrag zu lesen.





