Dem vollelektrischen 600e hat Fiat jetzt zwei Mildhybridvarianten an die Seite gestellt – stylisch, praktisch, technisch top und für jedermann zugänglich.
EU-Emissionsverordnung hin, CO2-Fußabdruck her – nicht nur der eine oder andere Gewerbekunde oder Fuhrparkmanager, sondern erstrecht ein Großteil privater Autofahrer dürfte sich angesichts der anhaltenden Stromerkrise bei der Frage über den passenden Neuwagen einer insbesondere in der Politik recht weit verbreiteten Strategie behelfen: aussitzen beziehungsweise abwarten und Hybrid kaufen. Die Vorteile eines Hybrid Electric Vehicle (HEV): Nach wie vor vergleichsweise moderate Anschaffungspreise, gewohnte Kraftstoffinfrastruktur und höchstwahrscheinlich auch eine weiterhin gute Nachfrage beim Wiederverkauf. Und: Ein bisschen Elektrifizierung für das gute Gewissen ist ja trotzdem dabei.
So ein praktisches City-Car, das zwischen neuer und alter Antriebswelt wandelt, könnte der stylische Fiat 600 Hybrid sein. Denn Fiat zeigt sich nun bei dem beliebten B-Crossover in Sachen Vortrieb flexibel und hat jetzt für die 600er-Baureihe die Motorenpalette erweitert. Ein kluger Schachzug oder dem Zeitgeist geschuldet? Sei’s drum! Einerseits schreitet die mit global mehr als 1,35 Millionen verkauften Fahrzeugen größte Marke im Stellantis-Universum mit der zuerst ans Netz gebrachten Stromerversion 600e bei der Elektrifizierung weiter voran, anderseits bleibt Fiat mit der Hybridvariante vielseitig und deckt damit die zurzeit wieder steigende Verbrennernachfrage ab. Gar nicht so schlecht in diesen Zeiten.
Schauen wir also gleich unter die schicke Haube und sehen nach, was sich dort getan hat. Neben dem bereits erwähnten Elektromotor kann nun zwischen zwei Hybridversionen gewählt werden. Frisch zur Basisversion mit 100 PS (74 kW) gesellt sich nun ein Mildhybrid mit 136 PS (100 kW). Das Plus von 36 Pferdestärken muss mit 1.261 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.) Aufpreis bezahlt werden. Dabei unterstützt ein E-Motor den Dreizylinder beim Anfahren und bei geringem Tempo im Stop&Go-Verkehr, oder wenn es z. B. ums Einparken geht. Verbrauch und somit auch die Emissionen sollen durch die moderne Antriebstechnik um bis zu 15 Prozent im Vergleich zu einem reinen Verbrennungsmotor reduziert werden. Deswegen sei der neue Fiat 600 Hybrid die perfekte Alternative zum Fiat 600 Elektro in Gegenden beziehungsweise für Einsatzzwecke, wo vollelektrischer Antrieb noch nicht praktikabel ist, teilen die Turiner unumwunden mit. „Zugänglich für jedermann“, betont Fiat weiter. Ansonsten seien die Unterschiede zwischen Stromer- und Hybridversion eher gering.


Rein äußerlich könnten die unterschiedlich motorisierten Baureihengeschwister auch Zwillinge sein. So fährt auch der 600 Hybrid in Fiats sogenanntem Dolce-Vita-Stil vor, der das typische italienische Lebensgefühl verkörpern soll. Zudem weist die Karosserie Designmerkmale auf, die als Reminiszenzen an den historischen Cinquecento zu verstehen sind. Dazu sollen auch die Karosserielacke beitragen, die sich an den Farben von Sonne, Meer, Erde und Himmel orientieren. „No more grey“, lautet deshalb auch die Devise. Das am Schriftzug Hybrid erkennbare neue Derivat bietet serienmäßig fünf Türen und fünf Sitzplätze. Der Kofferraum verfügt über ein Volumen von 385 Litern, das durch Umklappen der geteilten Rücksitzbank auf bis zu 1.256 Liter erweitert werden kann.
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