Frontera reloaded – die Neuauflage des Opel-Klassikers fährt jetzt allerdings mit bis zu sieben Sitzen als Stromer oder Mildhybrid vor und tritt die Nachfolge des Crossland an.
Nomen est omen. Die Marke mit dem Blitz wagt einen Neustart im Kompakt-SUV-Segment. Und der Newcomer trägt einen bekannten Namen: Frontera. Anders als sein kantiger Vorgänger aus den 1990ern präsentiert sich der neue Frontera indes als modernes SUV mit klaren Linien und der markentypischen Vizor-Front. Zudem trägt er stolz als erstes Serienfahrzeug den neuen Opel-Blitz. Vorbei sind also die Zeiten als sich der Frontera noch als veritabler Geländegänger zeigte und durch den Schlamm wühlte. Das bevorzugte Revier der Neuauflage ist der Großstadtdschungel. Statt über Stock und Stein muss sich der stylische Nachfolger nun durch verstopfte Innenstädte und über vollbesetzte Supermarktparkplätze wühlen.
Längst sind die Bestellbücher geöffnet. Der Handelsstart ist für das erste Quartal 2025 vorgesehen. Dann gibt’s den familienfreundlichen Wiedereinsteiger als Hybrid mit 100 PS ab 20.084 Euro (alle Preise zzgl. USt.). Für die Version mit 136 PS werden 1.513 Euro zusätzlich fällig und für den Stromer müssen mindestens 24.361 Euro auf den Tisch geblättert werden. Damit nicht genug: Der neue Frontera kommt wahlweise als Fünf- oder Siebensitzer. Für die Hybrid-Version mit sieben Sitzen in der GS-Ausstattungslinie wird ein Aufpreis von 672 Euro fällig. Damit wird der Frontera zum optimalen Shuttlefahrzeug für Mannschaft, Freunde oder die Familie mit Anhang. Als Hybrid mit 48-Volt-Technologie verfügt der Frontera über einen speziell für diese Antriebsform entwickelten 1,2-Liter-Turbobenziner mit 100 PS im Zusammenspiel mit einem E-Motor, der 28 PS leistet, und einem elektrifizierten Sechsstufen-Doppelkupplungsgetriebe. Wer komplett lokal emissionsfrei unterwegs sein möchte, sollte sich für den Frontera Electric entscheiden, der mit 113 PS und einem 44 kWh-Akku ausgestattet ist und für bis zu 305 Kilometer Reichweite (gemäß WLTP) sorgen soll.
Auf der Sonneninsel Mallorca rund um Santa Ponça konnten wir den neuen Opel-Blitz testen und zum ersten Mal live in Augenschein nehmen. Das Kompakt-SUV präsentiert sich als gefälliger und vor allem erschwinglicher Allrounder. Mit einer Länge von 4,38 Metern positioniert sich der Frontera zwischen dem kleineren Corsa und dem größeren Grandland. Seine kantige, robuste Optik verleiht dem Crossland-Nachfolger einen selbstbewussten Auftritt. Insbesondere die klare Formensprache unterstreicht den modernen Touch des SUVs, das sich irgendwo zwischen B- und C-Segment ansiedelt. Beim Einsteigen fällt gleich der großzügige Innenraum ins Auge. Die hohe Dachlinie sorgt für eine komfortable Kopffreiheit, sowohl vorne als auch hinten. Eltern werden den hohen Türausschnitt zu schätzen wissen, der das Ein- und Aussteigen sowie das Anschnallen von Kindern in Kindersitzen erheblich erleichtert. Und überhaupt, die Sitze verdienen besondere Erwähnung. Eine spezielle Vertiefung in der Sitzmitte soll laut Opel besonders steißbeinfreundlich sein und lange Strecken angenehmer machen. Auf unserer Fahrt über die kurvige Küstenstraße von Santa Ponça in Richtung Valldemossa und entlang der anspruchsvollen Serpentinen des Tramuntana-Gebirges können wir diesen Komfort bestätigen.




Das Cockpit präsentiert sich aufgeräumt und modern. Zwei 10-Zoll-Digitaldisplays dominieren das Armaturenbrett und reagieren erfreulich schnell auf Eingaben. Die Materialauswahl im Innenraum überzeugt für diese Preisklasse, wobei Opel auf eine reduzierte Verwendung von Chromelementen setzt, was dem Innenraum eine zeitgemäße Anmutung verleiht. Der Akku des Frontera Electric ist zwar nicht gerade üppig, jedoch mit einer Reichweite von bis zu 310 Kilometern nach WLTP für den Stadtverkehr und kürzere Ausflüge ausreichend. Vor allem die Stromerversion dürfte ob ihres vergleichsweise günstigen Preises für frischen Wind im Segment der Kompakt-SUVs sorgen, die Hybridvarianten mit ihren Allrounder-Fähigkeiten punkten.