Mazda spendiert seinem Dreier und dem CX-30 für das Modelljahr 2025 eine kräftige Frischzellenkur. Vor allem unter der Haube geht es ordentlich zur Sache.
Downsizing war gestern. Jetzt fahren viele Hersteller auf das weit aus effizientere und somit auch nachhaltigere Rightsizing ab. Anstatt die Aggregate zu schrumpfen, um sie anschließend aufzuladen und somit letztlich höheren Verbrauch und größere Emissionen in Kauf zu nehmen, werden die Triebwerke nun so konfiguriert und in Einklang gebracht, dass Hubraum, Leistung und Drehmoment sowie Verbrauch und Einsatzbedingungen (möglichst) optimal zueinander passen.
Exakt diesen Weg beschreitet der japanische Autobauer auch beim Modellupdate 2025 bei seinen Kompaktbaureihen Mazda3 sowie dem Crossover CX-30 und unterstreicht damit seinen Rightsizing-Ansatz nachhaltig. Aus dem Programm gestrichen wurden die bisher erhältlichen 2,0-Liter-Sauger mit 122 und 150 PS. Dafür kann nun ein neuer 2,5-Liter-Benziner geordert werden, der sich vor allem durch einen besseren Drehmomentverlauf in unteren und mittleren Drehzahlbereichen im Vergleich zu seinem Vorgänger auszeichnet. Mit 140 PS und 238 Nm Drehmoment liegt die Leistung zwar unter der des Vorläufers, doch das täuscht. Der neue Motor überzeugt durch seine Laufruhe und Souveränität. Dank einer zusätzlichen Ausgleichswelle und weiterer Optimierungen präsentiert sich das Aggregat kultivierter als sein Vorgänger.
Besonders im Alltagsbetrieb zeigt das neue Einstiegsaggregat seine Stärken. Es reagiert sensibel aufs Gaspedal und liefert ein gleichmäßiges, lineares Leistungsband. Selbst bei niedrigen Drehzahlen zieht es kraftvoll durch, was besonders im Stadtverkehr und bei Überholvorgängen von Vorteil ist. Die Kraftübertragung erfolgt wahlweise über ein gut abgestimmtes Sechsgang-Schaltgetriebe oder eine sanft arbeitende Sechsstufen-Automatik. Letztere harmoniert bestens mit dem neuen Motor und wählt stets den passenden Gang für effizientes und komfortables Vorankommen. Auch auf der Autobahn kann der e-Skyactiv G 140 seine Stärken ausspielen. Selbst bei höheren Geschwindigkeiten bleibt er angenehm leise und vibrationsarm. Die Fahrleistungen sind mehr als ausreichend für zügiges Reisen, ohne dabei aufdringlich sportlich zu wirken. Ein Highlight beider Modelle ist das serienmäßige Mildhybridsystem. Es unterstützt den Verbrenner beim Anfahren und Beschleunigen, trägt so zu einer weiteren Verbrauchsreduzierung bei.



Das Fahrwerk beider Modelle wurde für 2025 ebenfalls überarbeitet. Es bietet nun eine noch ausgewogenere Balance zwischen Komfort und Agilität. Besonders der Mazda3 punktet mit seiner präzisen Lenkung und dem dynamischen Handling, das an größere Sportlimousinen erinnert. Der CX-30 profitiert von seiner leicht erhöhten Sitzposition, die eine gute Übersicht im Stadtverkehr ermöglicht. Trotz des SUV-Charakters fühlt er sich erstaunlich handlich und wendig an. Auf Landstraßen vermittelt er ein sicheres Fahrgefühl und meistert auch engere Kurven problemlos.
Im Innenraum setzt Mazda weiterhin auf hochwertige Materialien und eine intuitive Bedienung. Das Infotainment wurde fürs neue Modelljahr mit zusätzlichen Funktionen aufgewertet, bleibt aber in seiner grundlegenden, benutzerfreundlichen Struktur erhalten. Serienmäßig mit an Bord ist jetzt auch Alexa. Über die Amazon-Sprachassistentin lassen sich etliche Features wie Musik-Apps, Wetterinfos, Nachrichten oder die Steuerung von Smart-Home-Geräten ansteuern. Die neue Hybrid-Navigation, die mit Online-Kartenupdates und Echtzeit-Verkehrsinformationen eine präzise dynamische Routenführung erlaubt, ist ebenfalls Serie.
Fazit: Mit dem neuen e-Skyactiv G 140 Motor beweist Mazda, dass Rightsizing ein gangbarer Weg zu mehr Effizienz ist. Der kultivierte Vierzylinder verleiht sowohl dem Mazda3 als auch dem CX-30 einen eigenständigen Charakter, der sich wohltuend von den oftmals hektisch wirkenden Downsizing-Motoren der Konkurrenz abhebt. Die gelungene Kombination aus Fahrkomfort, Effizienz und dezenter Sportlichkeit macht beide Modelle zu interessanten Optionen in ihren jeweiligen Segmenten. Mazda zeigt zudem mit diesem Update, dass auch konventionelle Antriebstechnik noch Potenzial für Verbesserungen bietet und eine überzeugende Alternative zu reinen Elektrofahrzeugen darstellen kann. (mn)