Vorerst exklusiv bei Cupra gibt es den Kompaktkombi Leon ST nun in neuem optischen Gewand. Das Facelift der Seat-Submarke ist massiv. Wir konnten einen Plug-in-Hybriden erstmals fahren.
Der Leon ist das Zugpferd der spanischen VW-Tochter Seat und der sportiven Submarke Cupra. Seit Einführung des Löwen sind mehr als 2 Millionen Stück verkauft worden. Kein anderes Seat-Modell verkauft sich in Deutschland aktuell häufiger (mehr als 24.500 Neuzulassungen von Januar bis Juli 2024). Mit 72,2 Prozent der Neuzulassungen auf gewerbliche Halter (Quelle jeweils: KBA) ist der Leon ein beliebtes Flottenfahrzeug, besonders als Sportstourer, also Kombi-Variante. Jetzt hat der Leon eine Modellpflege erhalten und zwar sichtbar nur bei der Submarke Cupra. Der Cupra Leon Sportstourer (2024) hat eine vollkommen neue Optik verpasst bekommen und spricht nun die Designsprache der neuen Cupra-Modelle wie dem Tavascan und dem fast gleichzeitig mit dem Leon vorgestellten neuen Formentor. Wer sich nun also einen Seat Leon ST bestellt, bleibt beim bisherigen Design, wer den Cupra Leon ST wählt, bekommt ein mutiges Facelift, was den Namen verdient hat und damit volle Breitseite Aggressivität und Moderne in der Karosserie und im Innenraum.
bfp FUHRPARK & MANAGEMENT konnte den neuen Cupra Leon als Kombi erstmals fahren – mit dem Plug-in-Hybridantrieb 1.5 e-Hybrid 200 kW. Der soll die in der neuen PHEV-Generation im VW-Konzern typischen „mehr als 100 km“ realistische elektrische Reichweite über die 19,7 kWh nutzbarer Energie in der Batterie aufweisen und bietet somit nicht nur den 0,5-Prozent-Steuerranzreiz bei der Firmenwagenversteuerung für Arbeitnehmer, sondern auch eine ernstzunehmende Alltagstauglichkeit rein elektrisch.
Unsere Testfahrt war leider nur kurz, ging gerade einmal etwas mehr als 30 Minuten – damit bleibt es hier beim Ersteindruck – der aber bekanntlich der wichtigste ist. Auch erhielten wir das Fahrzeug mit fast leerer Fahrbatterie zu der kurzen Testfahrt, wir konnten nicht mal ansatzweise bewerten, wie es um die wirkliche elektrische Reichweite steht.
Was wir aber sagen können ist unser Eindruck von der Optik, von der ersten Haptik am und im Auto, vom Fahrverhalten auf einer kurvigen Bergstraße und von der zumindest oberflächlichen Bedienung des neuen Infotainmentsystems. Soviel vorab: Wer Cupra mag, wird den neuen Leon ST lieben.










Mit dem neuen Exterieur ist Cupra der große Design-Wurf gelungen. Die aggressiv-sportliche Modellsprache über die breite Front und mit dem Dreiecks-Design der LED-Scheinwerfer mit den 2x3 Tagfahrlicht-Spots und der deutlich hervorgehobenen Linienführung sucht ihresgleichen, besonders in der Kompaktklasse. Das Fahrzeug ist vollkommen auf Sportwagen-Optik getrimmt. Das Cupra-Logo ist von seiner Position am Grill nun oben auf die Verlängerung der Haube gewandert. Dadurch ist auch der gesamte Grill und die seitlichen Einlässe mit den Nebelscheinwerfern angepasst worden.
Auch am Heck besteht keine Verwechslungsgefahr mehr mit dem bisherigen Seat Leon: Das Markenlogo ist nun beleuchtet in die Rückleuchtenleiste gerückt und auch hier geht es mit dem Dreiecksdesign an den äußeren Heckleuchten weiter. Sicher lässt sich über Geschmack streiten, aber die Haupt-Zielgruppe der Fahrer scheint hier klar zu sein, man richtet sich so kantig-sportiv sicher vor allem an männliche Entscheider über die Fahrzeuganschaffung.
Das Fahrzeug sitzt auf der MQB-Plattform, wie der VW Golf, der Audi A3 oder der Skoda Octavia. Der Kombi ist 26 Zentimeter länger als der Fünftürer und bietet ordentlich Platz im Kofferraum. Das Interieur ist wie die Karosserie außen komplett überarbeitet worden. Zentral thront ein 12,9 Zoll großes Hauptdisplay fürs Infotainment samt der neuen schon aus den jüngeren Konzernvorstellung bekannten Software, natürlich etwas auf Cupra individualisiert. Es bietet unter anderem eine intuitivere Menüführung und eine wesentlich reaktionsschneller Navigation.
Zurück zu der versprochenen kurvigen Bergstraße: Ja, den Cupra gibt es auch als größeren VZ-Benziner mit bis zu 245 kW (333 PS) aus einem 2,0 TSI-Benziner samt Allradantrieb und Torque-Splitter. Doch unsere Testvariante bringt für einen Kombi schon enormen Fahrspaß, macht sich in Kurvenlage und Beschleunigung wirklich gut. Wahrscheinlich ist für den User-Chooser-Einsatz als Firmenwagen mit den notwendigen Langlaufeigenschaften sogar das „kleine“ PHEV mit „nur“ 150 kW (206 PS) die richtige Wahl. Einen weiterführenden, intensiveren Test des Cupra Leon ST planen wir bereits und werden darüber berichten.