VW erneuert den Golf Variant und den Golf Alltrack. Das Gepäckraumvolumen des kompakten Kombis liegt auf Vorgänger-Niveau.
Von Christian Frederik Merten
Nach rund einem Jahr folgt der Raumtransporter der Golf-Palette: Ab sofort steht mit dem VW Golf Variant die sechste Generation des kompakten Kombis beim Händler. Bis zur B-Säule ist seine Karosserie baugleich mit der Steilheck-Version des Golf VIII, danach kommen die klassischen Kombi-Tugenden zur Geltung.
Zwar steht die Heckscheibe deutlich flacher als beim Vorgänger, der Raumökonomie hat das aber keinen Abbruch getan. 611 Liter passen in den Standard-Kofferraum des Golf Variant, dachhoch beladen bei umgeklappter Rückbank sind es 1.642 Liter. Trotz des Längenwachstums um fast sieben Zentimeter liegt der Volumenzuwachs allerdings bei lediglich sechs bis 22 Liter. Deutlich stärker sollen laut VW dagegen die Fond-Passagiere das Längenwachstum spüren: Dank fünf Zentimeter längerem Radstand sei der Knieraum im Kompakt-Kombi deutlich gewachsen, so die Wolfsburger. Damit ist der Kombi-Radstand fast sieben Zentimeter länger als der des Steilheck-Golf.
Unter der Haube werkeln zunächst ein 110-PS-Benziner mit Mildhybrid-System sowie zwei TDI-Aggregate mit 115 oder 150 PS. Während der Benziner und der stärkere Diesel mit Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe kommen, fährt der Einstiegsdiesel mit Sechsgang-Handschalter vor. Die Diesel stattet VW im Rahmen des Twin-Dosing-Konzepts mit zwei SCR-Katalysatoren aus, um so die Schadstoffemissionen deutlich unter die zulässigen Grenzwerte zu drücken.
Mittelfristig wird VW die Benziner-Palette des Golf Variant noch ausbauen. Dann wird der Kunde aus Aggregaten mit 110, 130 und 150 PS wählen können – und zwar jeweils mit oder ohne Mildhybrid-Unterstützung. Während die nicht hybridisierten Varianten immer als Handschalter vorfahren, gibt es die Mildhybride serienmäßig mit dem Doppelkupplungsgetriebe. Alternativ wird VW die 130-PS-Version auch mit Erdgasantrieb anbieten. Einen Plug-in-Hybrid wie für den Fünftürer wird es für den Variant Stand heute jedoch nicht geben.
Im Interieur unterscheidet sich der Golf Variant nicht von seinen Limousinen-Geschwistern. Heißt: Zehn Zoll große Digitalinstrumente sind ebenso serienmäßig wie der gleich große Touchscreen oberhalb der Mittelkonsole. Auch ausstattungstechnisch bleibt Golf gleich Golf: So gibt es in der Basis zum Beispiel Car-2-X-Kommunikation oder Notbrems- und Spurhalteassistent sowie LED-Scheinwerfer. Anders als der Limousine spendiert VW dem Variant schon in der Basis aber auch ein Navigationssystem. Matrix-LED-Licht gibt es auch im Golf Variant gegen Aufpreis.
Preislich startet der Golf Variant bei 24.626 Euro (alle Preise netto zzgl. USt.). Dafür gibt es den Basis-Diesel in Grundausstattung. Über der Basis liegt die Version Life, die sportlich oder komfortabel ausgerichtete Spitzenversionen heißen Style und R-Line. Den großen Diesel (ab 29.693 Euro) gibt es als Life, Style und R-Line, den Benziner (ab 25.181 Euro) derzeit ausschließlich als Life.
Zusätzlich zum Standard-Variant legt VW auch die rustikalere Version des Kompakt-Kombis, den Golf Alltrack, neu auf. Mit serienmäßig vier angetriebenen Rädern ist er der derzeit einzige Golf mit Allrad-Antrieb. Für schlechte Wege bietet er 15 Millimeter mehr Bodenfreiheit als der Standard-Golf. Optisch zeichnet er sich aus durch fünf Nebelscheinwerfer-Sports ja Seite, die LED-Lichtleiste im Kühlergrill, einen Unterfahrschutz sowie Zierteile in schwarzem Kunststoff und Chrom. Unter der Haube steckt derzeit ausschließlich ein neu entwickelter 200-PS-TDI, der seine Kraft serienmäßig über das Siebengang-Doppelkupplungsgetriebe auf die Straße bringt. Los geht es ab 33.912 Euro, für nächstes Jahr plant VW für den Alltrack auch die Einführung eines 190-PS-Benziners.







