Hersteller gewähren erstmals seit einem Jahr höhere Rabatte für Verbrenner als für Elektroautos. Der Preisabstand wächst erneut.
Im Juni lagen die durchschnittlichen Rabatte für Verbrenner über denen für batterieelektrische Modelle. Gleichzeitig stieg der Preisabstand zwischen beiden Antriebsarten.
Nach Daten des Center Automotive Research (CAR) lag der durchschnittliche Nachlass für Elektroautos im Juni bei 17,8 Prozent. Für Verbrenner wurden im Mittel 18,4 Prozent gewährt. Grundlage der Auswertung sind jeweils 25 häufig angebotene Modelle pro Antriebsart.
Die Entwicklung markiert eine Umkehr gegenüber dem Jahresbeginn. Im Januar hatten Hersteller Elektroautos noch stärker über Preisnachlässe gefördert. Damals erreichte der durchschnittliche Rabatt 19,5 Prozent, nachdem er im Dezember 12,1 Prozent betragen hatte. Seither sind die Nachlässe für Elektroautos gesunken, während die für Verbrenner gestiegen sind.
Der durchschnittliche Transaktionspreis (Listenpreis abzüglich Rabatt) lag bei Elektroautos im Juni bei 34.546 Euro, für Verbrenner bei 32.549 Euro. Der Preisunterschied erhöhte sich damit gegenüber Mai um 175 Euro auf 1.997 Euro.
CAR-Direktor Ferdinand Dudenhöffer führt die Entwicklung unter anderem auf staatliche Fördermaßnahmen zurück. Diese stützten die Nachfrage und ermöglichten Herstellern, eigene Nachlässe zu reduzieren. Steigende Transaktionspreise könnten den weiteren Markthochlauf nach dem Ende der Förderung jedoch erschweren.
Bei Plug-in-Hybriden bleibt der Abstand zu Verbrennern deutlich größer. Die 15 untersuchten Modelle kosteten im Juni nach Abzug der Rabatte durchschnittlich 45.974 Euro und damit 13.426 Euro mehr als Verbrenner. (sp-x)