Im Jahr 2024 starben in Deutschland 2770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen. Eine überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit war dabei die häufigste Ursache tödlicher Verkehrsunfälle.
Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, sind in Deutschland im vergangenen Jahr 2770 Menschen bei Straßenverkehrsunfällen gestorben, das sind 69 weniger als im Jahr 2023. Damals waren es noch 2839, die im Straßenverkehr tödlich verunglückten. Die Zahl der Verletzten im Straßenverkehr lag mit rund 365000 nur knapp unter Vorjahresniveau. Etwa 314400 Menschen wurden leicht verletzt, rund 50600 Menschen schwer.
Die meisten tödlichen Unfälle im Jahr 2024 ereigneten sich außerhalb von Ortschaften. Dort starben 1571 Menschen im Zusammenhang mit einem Verkehrsunfall. Innerhalb von Ortschaften starben 915 Menschen, auf der Autobahn hingegen nur 284. Insgesamt ereigneten sich die meisten polizeilich registrierten Unfälle hingegen innerorts.
Grund für die Unfälle außerorts waren oftmals zu hohe Fahrgeschwindigkeiten. Dort kommen Risikofaktoren wie die fehlende Trennung zum Gegenverkehr, schlechte Überholmöglichkeiten oder ungeschützte Hindernisse wie Bäume neben der Fahrbahn hinzu.
Auf Autobahnen ist zu schnelles Fahren eine der Hauptunfallursachen. 43 Prozent der Getöteten kamen bei Unfällen ums Leben, bei denen die zulässige Höchstgeschwindigkeit überschritten wurde. Auf Landstraßen kamen 34 Prozent der tödlich Verunglückten bei solchen Geschwindigkeitsunfällen zu Tode, innerorts lag der Anteil bei 20 Prozent.
Im Jahr 2024 starben innerorts 915 Menschen bei Verkehrsunfällen. 62 Prozent davon waren mit dem Fahrrad oder zu Fuß unterwegs. Etwa ein Drittel der innerorts auf Fahrrädern Getöteten kam auf E-Bikes ums Leben, rund zwei Drittel auf einem Fahrrad ohne E-Antrieb. Auch E-Scooter-Unfälle sind ein überwiegend innerörtliches Phänomen: 23 der insgesamt 27 Menschen, die im Jahr 2024 mit dem E-Scooter ums Leben kamen, starben innerhalb von Ortschaften. (ks)