E-Autos gelten als teuer – nicht nur in der Anschaffung, sondern auch bei Reparaturen. Doch was ist dran an den hohen Werkstattkosten?
E-Autos haben aktuell einen schweren Stand – nicht nur wegen hoher Anschaffungskosten. Viele potenzielle Käufer schrecken vor möglichen Reparaturkosten zurück. Eine aktuelle Dekra-Umfrage zeigt, dass über die Hälfte der deutschen Autofahrer glaubt, Elektroautos seien in der Werkstatt deutlich teurer als ihre Verbrenner-Pendants. Doch was ist dran an diesem weitverbreiteten Vorurteil?
Die Experten von Dekra haben genauer hingeschaut und über 200.000 Schadengutachten ausgewertet. Tatsächlich zeigt sich, dass die Kosten für E-Autos im Schnitt rund 10 Prozent über denen von Verbrennern liegen. Doch die Ursache liegt nicht nur im Elektroantrieb selbst, sondern vor allem an der modernen Fahrzeugtechnik. Neue Elektroautos sind in der Regel jünger und stärker mit komplexen Assistenzsystemen ausgestattet, was die Reparaturen teurer macht.
Auch die höheren Stundensätze für spezialisierte Werkstätten tragen zu den Mehrkosten bei. Bevor der Mechaniker an die Arbeit gehen kann, muss das Fahrzeug beispielsweise spannungsfrei geschaltet werden, was zusätzliche Zeit in Anspruch nimmt. Insgesamt ist die Kostendifferenz also real, aber nicht so dramatisch, wie viele denken. Eines ist jedoch klar: Wer elektrisch fährt, spart beim Sprit, zahlt aber beim Schrauben ein bisschen mehr. (sp-x/ja)