Skoda bringt das Facelift-Modell des Dienstwagen-Lieblings Octavia. Vor allem innen gibt es Aha-Effekte. Eindrücke der ersten Testfahrt.
Die Produktoffensive von Skoda geht weiter: Das Facelift des tschechischen Bestsellers Octavia kommt auf den Markt. Wir verraten die Tops und Flops von der ersten Fahrt im flottenrelevanten Kompaktkombi. Nach dem neuen Skoda Superb und dem neuen Kodiaq hat Skoda nun auch ein umfassendes Facelift des Octavia auf den Markt gebracht. Es sind weit mehr als optische Anpassungen, die im aufgewerteten Octavia auf die Fahrzeugnutzerinnen und -nutzer warten, übrigens dem meistverkauften Kombi überhaupt in Europa.
Die Skoda-Octavia-Reihe erfreut sich seit jeher großer Beliebtheit, in Deutschland ist es vor allem der Kompaktkombi als klassischer Dienstwagen. Nun setzt das Facelift 2024 neue Akzente und bleibt dennoch den bewährten Tugenden treu. Skoda hat den Octavia dezent, aber wirkungsvoll modernisiert, was sowohl visuell als auch technisch beeindruckt.
Äußerlich fällt sofort die überarbeitete Frontpartie mit den modernisierten LED-Scheinwerfern ins Auge, die Matrix-LED-Leuchten wirken nicht übertrieben futuristisch, sondern genau richtig fürs Jahr 2024. Allerdings sind die Nebelscheinwerfer weg. Wer stattdessen das Allwetterlicht als Funktion haben möchte, muss auf die aufpreispflichtige Matrix-LED-Variante setzen. Ansosnten ist der Frontgrill abgeändert worden und bei den Heckleuchten gibt es ebenfalls Design-Anpassungen bei den optionalen LED-Leuchten in Kristallglas-Optik. Außen sind es also eher subtile Änderungen. Im Innenraum hingegen trumpft Skoda für ein Facelift richtig auf.
Das Interieur des neuen Octavia ist erst einmal gewohnt geräumig und komfortabel. Und Skoda zeigt alles, was nachhaltig aus Recycling-Materialien produziert wurde. Das fällt auf im Innenraum. Besonders hervorzuheben ist aber das neue Infotainmentsystem, schon bekannt aus Superb und Kodiaq, das auch im Octavia Facelift mit dem 13-Zoll- Touchscreen (optional, Standard ist ein 10-Zoll-Display) und dem 10-Zoll-Virtual-Cockpit zu haben ist. Die neueste Hard- und Softwaregeneration in ein „nur“ aufgewertetes Modell zu bringen ist in der Branche nicht selbstverständlich.
Die Motoren sind effizienter geworden. Zum Marktstart des Modells im Kern ein 1,5-Liter-TSI-Benziner, ein 2,0-Liter TSI und ein 2,0-Liter-Turbodiesel zu bekommen – jeweils in verschiedenen Konfigurationen, den 1,5er gibt es auch als Mildhybrid. Der bisherige Einstiegsmotor, den 1,0-Liter-Dreizylinder-Ottomotor, wird nicht mehr angeboten. Plug-in-Hybride sind noch nicht bestätigt, gerade für die Flotte wären sie aber wohl umsatzrelevant. Da gerade erst die neue PHEV-Generation mit mindestens 100 Kilometern elektrische Reichweite im VW-Konzern bei den neuen Modellgenerationen eingeführt wurde, wird die Implementierung in bestehende und „nur“ aufgewertete Modelle wohl noch etwas dauern.
Bei der ersten Probefahrt haben wir selbstredend den Octavia Combi gefahren, und zwar sowohl mit dem 110 kW (150 PS) starken Diesel mit Handschaltung, als auch den 142 kW (193 PS) starken Diesel mit 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe.
Auf der Straße überzeugt der Octavia mit seinem ausgewogenen Fahrverhalten. Die präzise Lenkung und das gut abgestimmte Fahrwerk sorgen für ein komfortables Fahrgefühl, egal ob in der Stadt oder auf der Autobahn. Möchte man aber agil unterwegs sein, ist das Fahrwerk dann doch einen Tick zu komfortabel abgestimmt. Möglicherweise ist das sportliche Setting dem nun 265 PS starken RS vorbehalten. Die beiden Dieselaggregate, die wir gefahren sind, bieten jedenfalls ausreichend Leistung und tragen zu einem insgesamt harmonischen Fahrerlebnis bei, ohne Fahrspaß einbüßen zu müssen.
Mitfahrer haben ebenfalls Grund zur Freude: Auf den Fondsitzen gibt es ausreichend Freiheit für Kopf und Beine. Vier Personen passen in den Kompaktkombi sehr gut hinein. Der Mittelsitz ist nutzbar, aber dabei macht sich die kompakte Fahrzugbreite von 1.829 Millimetern schon bemerkbar. Den geräumigen Kofferraum kennen und schätzen Dienstwagenfahrer.
Wie bei der Elektrifizierung mit Plug-in-Hybriden hinkt Skoda auch bei Software-Features etwas hinterher. Es ist wohl das notwendige, sehr ausführliche Testen von Software, was beispielsweise den Remote-Parkassistent erst später Verfügbar sein lässt oder die Funktion, mit einem Symbol im Touchscreen alle Heizungsfunktionen des Fahrzeugs auf einmal anzuschalten. Auf die dann kommenden Software-Updates, kann man gespannt sein.







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