2024 bedeutete für viele Automodelle das Aus. Unter anderem bereiteten neue EU-Regularien den Fahrzeugbauern Probleme. Ein Rückblick.
Seat sortierte das große SUV Tarraco aus. Das Schwestermodell des VW Tiguan Allspace war seit 2018 erhältlich. Einen Nachfolger gibt es für den Siebensitzer nicht. Eine Alternative bieten die Spanier mit dem Cupra Terramar (unsere Fahrt mit dem Cupra Terramar).
Kia e-Soul und e-Niro mussten Platz machen. Den Soul gab es seit 2019 nur noch in der E-Version, der Niro startete 2022 in der zweiten Generation als Plug-in-Hybrid, Vollhybrid und als Stromer. Besonders die Stromer-Version des Kompaktmodells kam bei der Kundschaft gut an. Doch mit dem neuen, ebenfalls kompakten EV3 (EV3 Fahrtest) steht ein moderner Nachfolger für die Stromer bereit.
Das große elektrische SUV Audi Q8 e-tron, das bereits auf der Audi-Seite nicht mehr konfiguriert werden kann, wird unter anderem von den neuen Modellen Q6 e-tron und A6 e-tron (Audi A6 e-tron Test) unter Druck gesetzt. Die neuen stehen auf der Architektur „Premium Platform Electric“, die 800 Volt-Technik und Ladeleistungen bis zu 270 kW erlaubt.
Der Ersatz für den eingestellten Opel Crossland fällt größer aus. Der 4,22 Meter lange Crossover, der 2017 als Nachfolger des Meriva debütierte, erhält keinen Nachfolger. Vielmehr soll der elektrische und 4,38 Meter lange Frontera in die Bresche springen.
Nach 16 Jahren Produktionszeit stellte Fiat die Produktion des Fiat 500 ein. Wurde das Modell über die Jahre mit vielen Sondereditionen noch frisch gehalten (weltweit wurden über 3,2 Millionen Exemplare verkauft), wurden die Kosten unter anderem im Rahmen von zunehmenden EU-Regulierungen im Bereich der Sicherheits- und Assistenzsysteme zu hoch.
Die Sicherheits- und Datenschutzvorschriften sowie die für Mitte 2025 anstehende Euro-7-Norm bedeuteten für viele Kleinst- und Kleinwagen das Aus. Auch dem Mazda 2 geht es an den Kragen. Der japanische Kleinwagen startete in der dritten Generation 2015, diverse Facelifts sorgten auch bei ihm für optische und technische Aktualität. Immerhin können Kunden weiterhin einen Mazda 2 ordern, allerdings hat das Modell mit dem Namenszusatz Hybrid nichts mit dem Ausgemusterten zu tun.
Suzuki schob gleich drei Modelle aufs Abstellgleis. Der 3,65 Meter kurze Offroader Jimny hatte schon länger Probleme mit der Einhaltung der Abgasvorgaben und war nur noch als Zweisitzer in einer Nutzfahrzeugversion erhältlich. Der 3,70 Meter lange Ignis bot als einer der wenigen Kleinstwagen optional Allradantrieb, der 3,85 Meter lange Swift Sport brachte mit seinen 129 PS starken Turbo-Benziner Schwung in die Angebotspalette des Swift.
Weder mit Allrad noch mit sportlichen Ambitionen konnte der Mitsubishi Space Star aufwarten, dafür setzte er mit günstigen Einstiegspreisen immer wieder Ausrufezeichen. Zwischenzeitlich war der rund 3,70 Meter kurze Fünftürer für unter 6.722 Euro (netto zzgl. USt.) zu haben.
Der französische Kleinstwagen Renault Twingo war über die Jahre erwachsen geworden. Die dritte Generation konnte zwar nicht den Kultstatus des ersten Twingo (1993 bis 2007) erreichen, war aber technisch das deutlich bessere Auto. Ganz verschwinden wird der Twingo von der Autobühne aber nicht, soll es den Twingo doch vermutlich ab 2026 als E-Modell geben. (SP-X/ks)